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Akademische und technische Berufe

Bedeutung des Indikators

Nachhaltige Entwicklung beinhaltet die volle und wirksame Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen Leben (SDG 5.5), die wissenschaftliche Forschung zu verbessern und die Anzahl Personen, die im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig sind zu erhöhen (SDG 9.5). Die Arbeit in technischen und akademischen Berufen erweitert den vorhandenen Wissensbestand (ISCO-08). Sie erfordert fortgeschrittene Kenntnisse und Fähigkeiten. Akademische und technische Berufe gelten als zukunftssicher und gut bezahlt (WKO 2016). Sie bieten gute Aufstiegsmöglichkeiten und ein geringes Arbeitslosenrisiko (BIBB 2002).

Entwicklung

Analyse

2010 war ca. ein Drittel der erwerbstätigen Frauen in einem akademischen oder technischen Beruf tätig. In den folgenden Jahren nahm der Anteil der erwerbstätigen Frauen, die in einem akademischen oder technischen Beruf arbeiten um 7.3 Prozentpunkte zu und lag 2015 bei 40.5%. Von 1000 erwerbstätigen Frauen sind somit 405 in technischen oder akademischen Berufsfeldern tätig. Bei den Männern sind dies im selben Jahr 409 von 1000. Die beiden Anteile liegen gleichauf und es besteht keine geschlechtsspezifische Ungleichheit zwischen den zwei Anteilen.
 

Definition/Methodologie

Der Indikator zeigt den Anteil der Frauen in akademischen und technischen Berufen an allen erwerbstätigen Frauen und den Anteil der Männer in akademischen und technischen Berufen an allen erwerbstätigen Männern an.

Die Berufsgruppe "Akademische und technische Berufe" summiert die Berufsgruppen "Major Group 2: Professionals" und "Major Group 3: Technicians and associate professionals" der internationalen Standardklassifikation der Berufe (ISCO) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Personen dieser zwei Berufsgruppen erweitern den bestehenden Wissensbestand mittels wissenschaftlicher oder künstlerischer Konzepte und Theorien und führen technische und verwandte Aufgaben aus, die fortgeschrittene Kenntnisse und Fähigkeiten erfordern.

Erwerbstätige sind Personen, die einer bezahlten Arbeit nachgehen oder unentgeltlich in einem Unternehmen (z.B. Familienunternehmen) tätig sind und einen Beschäftigungsgrad von 2% und mehr aufweisen, was einer Wochenarbeitszeit von einer Stunde und mehr entspricht.

Der Indikator ist international vergleichbar.

Vergleichbare Daten sind im CensusHub bei Eurostat  und der UNECE zu finden.

Der Indikator entspricht dem Indikator "Professional and technical workers" des Global Gender Gap Reports

Daten: Volkszählung

Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Autorin: Bischoff-Wanner, Claudia. 2002. Vor- und Nachteile einer Akademisierung der Berufsausbildung in den personenbezogenen Dienstleistungsberufen: Absehbare Folgen einer Polarisierung. 4. Fachkongress des Bundesinstituts für Berufsbildung. Bonn.

International Standard Classification of Occupations: ISCO-08 / International Labour Office. 2012. Genf: ILO

Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen 

Wirtschaftskammer Österreich (WKO) (Hrsg.). 2016. Autorin: Dagmar Achleitner. Technik: Berufe Geld Zukunft. 2. Auflage: Wien.