Energie
Zahlen zum Energieverbrauch bzw. -import nach Energieträger werden von Energielieferanten und aus administrativen Daten erhoben. Die Daten werden 6 Monate nach Abschluss des Berichtsjahres veröffentlicht. Die statistischen Informationen zur Energie zeigen nur ein ungefähres Bild des Energieverbrauchs in Liechtenstein, da für verschiedene Energieträger nur der Verkauf im Inland ausgewiesen werden kann und nicht der eigentliche Verbrauch.
Energie 2025
Energieverbrauch leicht rückläufig
01.07.2026 – Der Gesamtenergieverbrauch bzw. -import reduzierte sich im Jahr 2025 um 0.1% bzw. 1'165 MWh auf 1'109'010 MWh. Der Pro-Kopf-Verbrauch nahm um 0.3 MWh auf 26.9 MWh ab.
Der Verbrauch von Elektrizität reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0.6%. Der Absatz von Heizöl in Liechtenstein nahm um 5.6% ab. Erdgas sank um 2.6% und Biogas stieg um 28.5%. Der Energieträger Fernwärme aus Kehricht erhöhte sich um 3.7%. Für den Energieträger Holz wurde ein Rückgang um 4.8% verzeichnet. Diesel stieg um 10.3% im Vergleich zum Vorjahr und Benzin nahm um 3.0% ab.
Die Quote der Energieversorgung aus einheimischen Energieressourcen an der gesamten Energieversorgung nahm im Jahr 2025 von 16.7% auf 16.3% ab. Die Energieerzeugung aus einheimischen Ressourcen betrug 180'468 MWh.
Energieverbrauch leicht rückläufig
Der Energieverbrauch bzw. -import reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0.1% und lag im Jahr 2025 bei 1'109'010 MWh. In den letzten fünf Jahren (2020-2024) betrug der Energieverbrauch durchschnittlich 1'168'157 MWh. Der Energieverbrauch 2025 lag somit 5.1% unter dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten fünf Jahre.
Wird der aktuelle Energieverbrauch mit dem Verbrauch vor fünf Jahren verglichen, so zeigt sich, dass sich dieser im Vergleich zum Jahr 2020 um 7.2% reduziert hat. Die einzelnen Energieträger weisen deutliche Verschiebungen auf. Rückgänge zeigen sich bei den Energieträgern Heizöl (-29.7%), Erdgas (-18.7%), Sonnenkollektoren (-17.9%), Diesel (-15.2%), Benzin (-13.1%) und Biogas (-5.4%). Zunahmen werden beim Flüssiggas (+185.0%), Holz (+22.2%), bei der Fernwärme aus Kehricht (+12.4%) und Elektrizität (+1.3%) verzeichnet.
Obwohl die Heizgradtage in Vaduz im Jahr 2025 gemäss Hauseigentümerverband Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um 2.7% zugenommen haben, hat sich der Energieverbrauch bzw. -import reduziert.
Die Elektrizität ist der wichtigste Energieträger
Die Elektrizität stellte 2025 mit einem Anteil von 36.8% den wichtigsten Energieträger dar, gefolgt von Erdgas/Biogas (18.2%), Fernwärme aus Kehricht (13.0%), Diesel (10.5%), Heizöl (8.4%) und Benzin (7.1%). Die übrigen Energieträger Holz (Brennholz und Holzpellets), Flüssiggas und Sonnenkollektoren erreichten einen Anteil von insgesamt 6.0%. Der Anteil der flüssigen fossilen Energieträger Heizöl, Benzin und Diesel erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 25.7% auf 26.0% im Jahr 2025.
Weniger Energieerzeugung aus einheimischen Quellen
Im Jahr 2025 betrug die Energieerzeugung aus einheimischen Quellen 180'468 MWh. Im Vorjahr waren es 185'307 MWh gewesen. Die Energieerzeugung aus einheimischen Quellen nahm somit im Vergleich zum Vorjahr um 2.6% ab. Die Erzeugung von elektrischem Strom aus Wasserkraft sank im Vergleich zum Vorjahr um 23.0% auf 63'162 MWh.
Mit Fotovoltaikanlagen wurden 70'681 MWh elektrischer Strom produziert. Dies entspricht gegenüber 2024 einer Zunahme um 21.7%. Die einheimische Stromproduktion stammte zu 46.9% aus Wasserkraft und zu 52.5% aus Fotovoltaikanlagen.
Eigenversorgungsquote von 16.3%
Die Quote der Energieversorgung aus einheimischen Energieressourcen an der gesamten Energieversorgung reduzierte sich im Jahr 2025 von 16.7% auf 16.3%. Für die Eigenversorgungsquote konnte in den Jahren 2022 bis 2024 ein Anstieg verzeichnet werden. Die Stromproduktion aus einheimischen Energieträgern war 2025 mit 134'539 MWh um 4.7% tiefer als im Vorjahr. Die Wärmeproduktion aus einheimischem Brennholz, Biogas und aus den 1'424 thermischen Sonnenkollektoranlagen betrug insgesamt 45'929 MWh. Dies sind 4.2% mehr als im Vorjahr.
Die Eigenversorgungsquote Elektrizität, d.h. die aus einheimischen Energieressourcen produzierte Elektrizität am gesamten Elektrizitätsverbrauch, lag im Jahr 2025 mit 33.0% um 1.4 Prozentpunkte unter dem Wert des Jahres 2024.
88'429 kWp installierte Leistung Fotovoltaik
Im Jahr 2025 speisten 3'858 Fotovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 88'429 kWp elektrischen Strom ins Landesnetz ein. Dies sind 11'320 kWp respektive 14.7% mehr als im Vorjahr. Somit fand im Jahr 2025 ein starker Ausbau der Fotovoltaikanlagen statt. Im Jahr 2024 waren es 3'484 Anlagen gewesen.
Die Fotovoltaikanlagen speisten im Jahr 2025 insgesamt 40'800 MWh ins Landesnetz ein. Der Eigenverbrauch wurde mit 29'880 MWh berechnet. Dies ergibt eine Gesamtproduktion von 70'681 MWh.
Energieverbrauch pro Einwohner/in
In Liechtenstein und der Schweiz hat sich der Energieverbrauch pro Einwohner/in im Vergleich zum Vorjahr reduziert. In der Österreich und in Deutschland hat sich dieser etwas erhöht.
Im Jahr 2025 war der Energieverbrauch pro Einwohner/in in Österreich mit 31.8 MWh am höchsten, gefolgt von Deutschland (27.5 MWh), Liechtenstein (26.9 MWh) und der Schweiz (23.7 MWh).
eTab – interaktive Tabellen
551.101 Energieverbrauch bzw. -import nach Energieträger und Einheit seit 1985 551.201 Energieerzeugung nach Quelle und Art seit 1990 551.301 Strom nach Kennzahl seit 1985 551.302 Stromproduktion mit Wasserkraft nach Kraftwerk seit 1985 551.303 Stromproduktion der Wasserkraftwerke Samina und Lawena nach Monat seit 1985Tabellen
Methodik & Qualität
Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.
Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.
Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.