Gesundheitsausgaben

Für die Gesundheitsausgabenrechnung werden alle Ausgaben für Dienstleistungen oder Güter berücksichtigt, die den Gesundheitszustand der Einwohnerinnen und Einwohner Liechtensteins erhalten, verbessern oder eine Verschlechterung verhindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Güter und Dienstleistungen aus dem In- oder Ausland stammen. Die Gesundheitsausgabenrechnung für Liechtenstein orientiert sich am Handbuch „A System of Health Accounts 2011“ (SHA 2011), das von der World Health Organization (WHO), von Eurostat und von der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) verfasst wurde. Die Ergebnisse werden jährlich, zweieinhalb Jahre nach Abschluss des Berichtsjahres, publiziert.

Gesundheitsausgaben 2024

CHF 10'274 pro Kopf für die Gesundheit

30.06.2026 – Im Jahr 2024 beliefen sich die Ausgaben für die Gesundheitsversorgung der liechtensteinischen Bevölkerung auf insgesamt CHF 417.9 Mio., was einem Anstieg von 2.2% gegenüber 2023 entspricht. Pro Einwohnerin und Einwohner wird ein durchschnittlicher Betrag von CHF 10'274 berechnet. Die prozentuale Zunahme pro Kopf ist im Vorjahresvergleich mit 0.1% gegenüber dem Gesamtbetrag deutlich weniger gross.

2% mehr Gesundheitsausgaben

Im Berichtsjahr wurden insgesamt CHF 417.9 Mio. für die Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner in Liechtenstein ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahr wird eine Zunahme von 2.2% berechnet, was unter der durchschnittlichen jährlichen Zunahme der letzten fünf Jahre von 3.5% liegt. Bei den Ausgaben pro Person ist im Vorjahresvergleich ein leichter Anstieg von 0.1% auf CHF 10'274 zu beobachten, was ebenfalls unter der jährlichen Zunahme seit 2020 von 2.4% liegt. Der deutliche Anstieg im Zeitfenster der letzten fünf Jahre ist insbesondere auch im Kontext der Jahre 2020 bis 2022 zu sehen, in denen aufgrund der Covid-19-Pandemie grössere zusätzliche Beträge für Impfungen, Labor und Präventionskampagnen aufgewendet wurden.

Im Berichtsjahr wurden 62.5% der Leistungen im Inland erbracht. Dieser Anteil ist über die Jahre relativ stabil und bewegt sich zwischen 60.4% (2019) und 65.9% (2013). Allerdings schwanken die Anteile sehr stark nach Art der Leistungserbringer: Während bei Pflegeheimen mit 95.2% fast die kompletten Leistungen in Liechtenstein abgedeckt werden, werden bei den Spitälern rund drei Viertel der Leistungen im Ausland in Rechnung gestellt.

52% der Gesundheitsausgaben werden für kurative Leistungen aufgewendet

Die Verteilung der Gesundheitsausgaben nach Funktion ist relativ stabil: Rund 50% werden für die kurative Gesundheitsversorgung aufgewendet, d.h. für Leistungen, die auf eine vollständige Wiederherstellung der Gesundheit zielen. Zirka 15% bis 17% der Gesundheitsausgaben werden für Patientinnen und Patienten in der Langzeitpflege ausgegeben. Für die rehabilitative Gesundheitsversorgung werden etwa 7% in Rechnung gestellt. Bei den weiteren Leistungen sind die medizinischen Güter mit 11% bis 12% zu erwähnen, zu denen neben Arzneimitteln auch orthopädische Hilfsmittel, Sehhilfen und Hörgeräte zählen. Im Jahr 2021 sind die Ausgaben für die Prävention auffallend, die sich gegenüber dem Vorjahr von 0.6% auf 4.2% erhöht haben. Dies lässt sich in erster Linie mit den ausserordentlichen Ausgaben im Rahmen der Covid-19-Pandemie, wie bspw. für individuelle Tests, Massentests in Schulen und Betrieben sowie Impfungen und Contact-Tracing begründen. 2024 ist der Anteil der Präventionsausgaben mit 0.8% wieder im Bereich der Werte vor der Pandemie von zirka 1%.

50% der Gesundheitsausgaben werden über obligatorische Versicherungen finanziert

Die Analyse der gesamten Gesundheitsausgaben aus der Perspektive der Finanzierungssysteme verdeutlicht das Gewicht der einzelnen Finanzflüsse. Mit der Hälfte wird der Grossteil der Gesundheitsausgaben über obligatorische Krankenversicherungssysteme, zu der die Kranken- und Unfallversicherungen zählen, finanziert. An zweiter Stelle folgen die staatlichen Finanzierungssysteme, deren Anteil 2024 bei 19.0% liegt. Etwas auffallend ist diesbezüglich das Jahr 2021 mit einem Anteil von 21.4%. Die zusätzlichen, staatlich finanzierten Aufwendungen sind vor allem in Verbindung mit der Covid-19-Pandemie zu sehen, die u.a. Mehraufwendungen für individuelle Tests, Massentests in Schulen und Betrieben, Impfungen sowie Contact-Tracing erforderte.

Weitere 12% bis 15% der Gesundheitsausgaben werden jährlich in Form von Selbstzahlungen "Out-of-Pocket" für medizinische Mittel/Leistungen beglichen. Auf die Kostenbeteiligung entfallen 2024 insgesamt 5.1% der Gesundheitsausgaben. Andere Finanzierungssysteme haben mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1% kaum Bedeutung.

Gesundheitsausgaben pro Kopf in Liechtenstein und Schweiz nahezu gleich

Aufgrund der ähnlichen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens und des vergleichbaren Lebensstandards ist die Schweiz als Referenzgrösse am aussagekräftigsten. Die Grafik zeigt für Liechtenstein und die Schweiz sehr nahe beieinanderliegende Durchschnittswerte sowie eine relativ parallele Entwicklung.

Für die Schweiz werden 2024 durchschnittliche Gesundheitsausgaben von CHF 10'780 pro Einwohner/in berechnet. Der Mittelwert für Liechtenstein fällt mit CHF 10'274 pro Einwohner/in um 4.7% tiefer aus. Gegenüber dem Vorjahr fällt der Anstieg in der Schweiz mit 2.0% etwas höher als in Liechtenstein mit 0.1%.

Die Entwicklung der beiden Länder ist steigend, wobei für die Schweiz für die letzten fünf Jahre (2020-2024) eine durchschnittliche Zunahme von 2.8% pro Jahr und für Liechtenstein von 2.4% pro Jahr ausgewiesen wird.

2% mehr Gesundheitsausgaben

Im Berichtsjahr wurden insgesamt CHF 417.9 Mio. für die Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner in Liechtenstein ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahr wird eine Zunahme von 2.2% berechnet, was unter der durchschnittlichen jährlichen Zunahme der letzten fünf Jahre von 3.5% liegt. Bei den Ausgaben pro Person ist im Vorjahresvergleich ein leichter Anstieg von 0.1% auf CHF 10'274 zu beobachten, was ebenfalls unter der jährlichen Zunahme seit 2020 von 2.4% liegt. Der deutliche Anstieg im Zeitfenster der letzten fünf Jahre ist insbesondere auch im Kontext der Jahre 2020 bis 2022 zu sehen, in denen aufgrund der Covid-19-Pandemie grössere zusätzliche Beträge für Impfungen, Labor und Präventionskampagnen aufgewendet wurden.

Im Berichtsjahr wurden 62.5% der Leistungen im Inland erbracht. Dieser Anteil ist über die Jahre relativ stabil und bewegt sich zwischen 60.4% (2019) und 65.9% (2013). Allerdings schwanken die Anteile sehr stark nach Art der Leistungserbringer: Während bei Pflegeheimen mit 95.2% fast die kompletten Leistungen in Liechtenstein abgedeckt werden, werden bei den Spitälern rund drei Viertel der Leistungen im Ausland in Rechnung gestellt.

52% der Gesundheitsausgaben werden für kurative Leistungen aufgewendet

Die Verteilung der Gesundheitsausgaben nach Funktion ist relativ stabil: Rund 50% werden für die kurative Gesundheitsversorgung aufgewendet, d.h. für Leistungen, die auf eine vollständige Wiederherstellung der Gesundheit zielen. Zirka 15% bis 17% der Gesundheitsausgaben werden für Patientinnen und Patienten in der Langzeitpflege ausgegeben. Für die rehabilitative Gesundheitsversorgung werden etwa 7% in Rechnung gestellt. Bei den weiteren Leistungen sind die medizinischen Güter mit 11% bis 12% zu erwähnen, zu denen neben Arzneimitteln auch orthopädische Hilfsmittel, Sehhilfen und Hörgeräte zählen. Im Jahr 2021 sind die Ausgaben für die Prävention auffallend, die sich gegenüber dem Vorjahr von 0.6% auf 4.2% erhöht haben. Dies lässt sich in erster Linie mit den ausserordentlichen Ausgaben im Rahmen der Covid-19-Pandemie, wie bspw. für individuelle Tests, Massentests in Schulen und Betrieben sowie Impfungen und Contact-Tracing begründen. 2024 ist der Anteil der Präventionsausgaben mit 0.8% wieder im Bereich der Werte vor der Pandemie von zirka 1%.

50% der Gesundheitsausgaben werden über obligatorische Versicherungen finanziert

Die Analyse der gesamten Gesundheitsausgaben aus der Perspektive der Finanzierungssysteme verdeutlicht das Gewicht der einzelnen Finanzflüsse. Mit der Hälfte wird der Grossteil der Gesundheitsausgaben über obligatorische Krankenversicherungssysteme, zu der die Kranken- und Unfallversicherungen zählen, finanziert. An zweiter Stelle folgen die staatlichen Finanzierungssysteme, deren Anteil 2024 bei 19.0% liegt. Etwas auffallend ist diesbezüglich das Jahr 2021 mit einem Anteil von 21.4%. Die zusätzlichen, staatlich finanzierten Aufwendungen sind vor allem in Verbindung mit der Covid-19-Pandemie zu sehen, die u.a. Mehraufwendungen für individuelle Tests, Massentests in Schulen und Betrieben, Impfungen sowie Contact-Tracing erforderte.

Weitere 12% bis 15% der Gesundheitsausgaben werden jährlich in Form von Selbstzahlungen "Out-of-Pocket" für medizinische Mittel/Leistungen beglichen. Auf die Kostenbeteiligung entfallen 2024 insgesamt 5.1% der Gesundheitsausgaben. Andere Finanzierungssysteme haben mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1% kaum Bedeutung.

Gesundheitsausgaben pro Kopf in Liechtenstein und Schweiz nahezu gleich

Aufgrund der ähnlichen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens und des vergleichbaren Lebensstandards ist die Schweiz als Referenzgrösse am aussagekräftigsten. Die Grafik zeigt für Liechtenstein und die Schweiz sehr nahe beieinanderliegende Durchschnittswerte sowie eine relativ parallele Entwicklung.

Für die Schweiz werden 2024 durchschnittliche Gesundheitsausgaben von CHF 10'780 pro Einwohner/in berechnet. Der Mittelwert für Liechtenstein fällt mit CHF 10'274 pro Einwohner/in um 4.7% tiefer aus. Gegenüber dem Vorjahr fällt der Anstieg in der Schweiz mit 2.0% etwas höher als in Liechtenstein mit 0.1%.

Die Entwicklung der beiden Länder ist steigend, wobei für die Schweiz für die letzten fünf Jahre (2020-2024) eine durchschnittliche Zunahme von 2.8% pro Jahr und für Liechtenstein von 2.4% pro Jahr ausgewiesen wird.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufbereitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

Ansprechperson

Dr.phil. Franziska Frick-Kunz

+423 236 64 67

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