Luft, Klima

Zahlen zur Schadstoffkonzentration bzw. -emissionen in die Luft und zu Treibhausgasemissionen in Liechtenstein stammen aus administrativen Daten. Die Daten werden jährlich 12 Monate nach Abschluss des Berichtsjahres veröffentlicht.

Luft, Klima 2024

Treibhausgasemissionen leicht höher als im Vorjahr

05.02.2026 – Gemäss den Ergebnissen der Umweltstatistik war im Jahr 2024 die Stickstoffdioxid-Konzentration in der Luft tiefer als im Vorjahr. Die Anzahl Stunden mit Überschreitungen des Ozon-Grenzwerts waren 2024 ebenfalls geringer.

Im Jahr 2023 wurden weniger Stickoxide ausgestossen als im Vorjahr. Der Ausstoss von Treibhausgasen im Jahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen.

Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoss von neuverkauften Personenwagen blieb 2024 gleich gross wie im Vorjahr.

Stickstoffdioxid-Belastung reduziert sich

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stockstoffdioxid-Konzentration an allen vier ausgewählten Standorten gesunken. An verkehrsreichen Standorten werden die höchsten Werte gemessen. So wurde beispielsweise im Jahr 2024 am Standort Triesenberg Zentrum ein Jahresmittelwert von 17 μg/m3 gemessen. Im Jahr 2023 hatte der Wert bei 21 μg/m3 gelegen. Am Standort Lindenplatz in Schaan wurde ein Jahresmittelwert von 16 μg/m3 festgestellt. Der Grenzwert für die Stickstoffdioxid-Konzentration liegt bei 30 μg/m3. Seit 2006 hat sich die Stickstoffdioxid-Konzentration an den ausgewählten Standorten reduziert. Der Mittelwert für die vier ausgewählten Standorte lag im Jahr 2024 bei 15 μg/m3. Im Jahr 2006 hatte der Mittelwert noch 38 μg/m3 betragen.

Stickoxide werden vor allem bei Verbrennungsprozessen in Motoren und Feuerungen gebildet. Stickoxide sind Vorläufersubstanzen für die Ozon- und Feinstaubbildung.

Feinstaub-Konzentration (PM2.5) bleibt gleich

Feinstaub (PM2.5) sind Partikel mit einem Durchmesser von höchstens 2.5 μm. Weil sie so klein sind, können die Partikel tief in die Lunge gelangen und sogar ins Blut übertreten. Ein Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung und Atemwegserkrankungen ist in zahlreichen Studien belegt. Im Jahr 2024 lag der Jahresmittelwert der Feinstaub-Konzentration (PM2.5) bei der Messstation Landesbibliothek in Vaduz bei 7 μg/m3. Damit blieb der Jahresmittelwert gleich wie im Vorjahr.

Der Immissionsgrenzwert für die Feinstaub-Konzentration (PM2.5) liegt bei 10 μg/m3.

Ozon-Belastung sinkt

Im Jahr 2024 wurde der Stunden-Immissionsgrenzwert für Ozon von 120 μg/m3 am Standort Landesbibliothek in Vaduz während 30 Stunden überschritten. Im Vorjahr waren es 197 Stunden gewesen. Die Ozon-Belastung hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der Stunden-Immissionsgrenzwert von 120 μg/m3 dürfte in einem Jahr lediglich einmal überschritten werden. Der Stunden-Immissionsgrenzwert wurde seit Beginn der Messungen im Jahr 1990 in jedem Jahr um ein Vielfaches überschritten. In den letzten fünf Jahren (2019-2023) wurde der Stunden-Immissionsgrenzwert durchschnittlich an 159 Stunden überschritten. Damit liegt der Wert im Jahr 2024 deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. In Sommern mit viel Sonneneinstrahlung, wie beispielsweise im Jahr 2003, ist die Ozonbelastung besonders hoch.

Ozon (O3) wird unter Sonneneinstrahlung aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen gebildet. Es ist ein Reizgas, welches auf die Atemwege und Schleimhäute wirkt.

Stickoxid-Emissionen sinken

Die emittierten Stickoxide nahmen von 161 t im Jahr 2022 um 10.4% auf 144 t im Jahr 2023 ab. Der Ausstoss von flüchtigen organischen Verbindungen betrug im Jahr 2023 insgesamt 327 t, was gegenüber 2022 einer Reduktion von 6 t respektive 1.7% entspricht. Der Ausstoss an Schwefeloxiden fiel 2023 mit 4 t ebenfalls geringer aus als im Vorjahr. Seit 1985 ist ein Rückgang der Luftschadstoffemissionen zu beobachten. Pro Jahr hat sich der Ausstoss von flüchtigen organischen Verbindungen zwischen 1985 bis 2023 um durchschnittlich 40 t, derjenige von Stickoxiden um 17 t und von Schwefeloxiden um 4 t reduziert.

Treibhausgasemissionen nehmen leicht zu

Im Jahr 2023 wurden 167'300 t CO2-Äquivalente ausgestossen (ohne Berücksichtigung der Senken von Bodennutzung, Bodennutzungsveränderung und Forstwirtschaft (BBF). Damit lagen die Treibhausgasemissionen um 2'400 t CO2-Äquivalente über dem Vorjahreswert von 164'900 t CO2-Äquivalenten. Gemäss Emissionshandelsgesetz sollen die Treibhausgasemissionen in Liechtenstein bis ins Jahr 2030 gesamthaft auf 55% des Basisjahres 1990 vermindert werden. Zu mindestens 40% soll diese Verminderung durch Massnahmen im Inland erreicht werden. Eine Verminderung um 40% gegenüber 1990 entspricht einem jährlichen Ausstoss von 137'100 t CO2-Äquivalenten.

Im Jahr 2023 betrug der Anteil des emittierten Kohlendioxids (CO2) an den gesamten Treibhausgasemissionen 77.1%. Methan machte 13.4%, Lachgas 4.8% und Fluorkohlenwasserstoffe 4.7% der Treibhausgasemissionen aus. In Liechtenstein wurden im Jahr 2023 durchschnittlich 3.1 t CO2 pro Einwohner/in ausgestossen. Im Vorjahr waren es 3.0 t CO2 pro Einwohner/in gewesen.

Vier Fünftel der Treibhausgasemissionen stammen aus der Kraftstoffverbrennung

Im Jahr 2023 wurden 167'300 t CO2-Äquivalente Treibhausgase ausgestossen (ohne Berücksichtigung der Senken Bodennutzung, Bodennutzungsveränderung und Forstwirtschaft (BBF). 79.8% bzw. 133'600 t CO2-Äquivalente der Treibhausgasemissionen stammten aus dem Bereich Energie. Davon entfielen 55'600 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung in kommerziellen und institutionellen Gebäuden sowie Haushalten (in der Tabelle unter andere Sektoren zu finden), 54'100 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung im Bereich Transport und 19'800 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung in der verarbeitenden Industrie und im Baugewerbe.

14.5% der Treibhausgasemissionen entfielen auf die Landwirtschaft. 4.6% der Treibhausgasemissionen stammen aus dem Bereich industrielle Prozesse und Produkt-Verwendung.

Kohlendioxid-Ausstoss von neuverkauften Personenwagen bleibt unverändert

Im Jahr 2024 stiessen die neuverkauften Personenwagen durchschnittlich 118 g CO2/km aus. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der CO2-Ausstoss damit unverändert.

Stickstoffdioxid-Belastung reduziert sich

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Stockstoffdioxid-Konzentration an allen vier ausgewählten Standorten gesunken. An verkehrsreichen Standorten werden die höchsten Werte gemessen. So wurde beispielsweise im Jahr 2024 am Standort Triesenberg Zentrum ein Jahresmittelwert von 17 μg/m3 gemessen. Im Jahr 2023 hatte der Wert bei 21 μg/m3 gelegen. Am Standort Lindenplatz in Schaan wurde ein Jahresmittelwert von 16 μg/m3 festgestellt. Der Grenzwert für die Stickstoffdioxid-Konzentration liegt bei 30 μg/m3. Seit 2006 hat sich die Stickstoffdioxid-Konzentration an den ausgewählten Standorten reduziert. Der Mittelwert für die vier ausgewählten Standorte lag im Jahr 2024 bei 15 μg/m3. Im Jahr 2006 hatte der Mittelwert noch 38 μg/m3 betragen.

Stickoxide werden vor allem bei Verbrennungsprozessen in Motoren und Feuerungen gebildet. Stickoxide sind Vorläufersubstanzen für die Ozon- und Feinstaubbildung.

Feinstaub-Konzentration (PM2.5) bleibt gleich

Feinstaub (PM2.5) sind Partikel mit einem Durchmesser von höchstens 2.5 μm. Weil sie so klein sind, können die Partikel tief in die Lunge gelangen und sogar ins Blut übertreten. Ein Zusammenhang zwischen der Feinstaubbelastung und Atemwegserkrankungen ist in zahlreichen Studien belegt. Im Jahr 2024 lag der Jahresmittelwert der Feinstaub-Konzentration (PM2.5) bei der Messstation Landesbibliothek in Vaduz bei 7 μg/m3. Damit blieb der Jahresmittelwert gleich wie im Vorjahr.

Der Immissionsgrenzwert für die Feinstaub-Konzentration (PM2.5) liegt bei 10 μg/m3.

Ozon-Belastung sinkt

Im Jahr 2024 wurde der Stunden-Immissionsgrenzwert für Ozon von 120 μg/m3 am Standort Landesbibliothek in Vaduz während 30 Stunden überschritten. Im Vorjahr waren es 197 Stunden gewesen. Die Ozon-Belastung hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der Stunden-Immissionsgrenzwert von 120 μg/m3 dürfte in einem Jahr lediglich einmal überschritten werden. Der Stunden-Immissionsgrenzwert wurde seit Beginn der Messungen im Jahr 1990 in jedem Jahr um ein Vielfaches überschritten. In den letzten fünf Jahren (2019-2023) wurde der Stunden-Immissionsgrenzwert durchschnittlich an 159 Stunden überschritten. Damit liegt der Wert im Jahr 2024 deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. In Sommern mit viel Sonneneinstrahlung, wie beispielsweise im Jahr 2003, ist die Ozonbelastung besonders hoch.

Ozon (O3) wird unter Sonneneinstrahlung aus Stickoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen gebildet. Es ist ein Reizgas, welches auf die Atemwege und Schleimhäute wirkt.

Stickoxid-Emissionen sinken

Die emittierten Stickoxide nahmen von 161 t im Jahr 2022 um 10.4% auf 144 t im Jahr 2023 ab. Der Ausstoss von flüchtigen organischen Verbindungen betrug im Jahr 2023 insgesamt 327 t, was gegenüber 2022 einer Reduktion von 6 t respektive 1.7% entspricht. Der Ausstoss an Schwefeloxiden fiel 2023 mit 4 t ebenfalls geringer aus als im Vorjahr. Seit 1985 ist ein Rückgang der Luftschadstoffemissionen zu beobachten. Pro Jahr hat sich der Ausstoss von flüchtigen organischen Verbindungen zwischen 1985 bis 2023 um durchschnittlich 40 t, derjenige von Stickoxiden um 17 t und von Schwefeloxiden um 4 t reduziert.

Treibhausgasemissionen nehmen leicht zu

Im Jahr 2023 wurden 167'300 t CO2-Äquivalente ausgestossen (ohne Berücksichtigung der Senken von Bodennutzung, Bodennutzungsveränderung und Forstwirtschaft (BBF). Damit lagen die Treibhausgasemissionen um 2'400 t CO2-Äquivalente über dem Vorjahreswert von 164'900 t CO2-Äquivalenten. Gemäss Emissionshandelsgesetz sollen die Treibhausgasemissionen in Liechtenstein bis ins Jahr 2030 gesamthaft auf 55% des Basisjahres 1990 vermindert werden. Zu mindestens 40% soll diese Verminderung durch Massnahmen im Inland erreicht werden. Eine Verminderung um 40% gegenüber 1990 entspricht einem jährlichen Ausstoss von 137'100 t CO2-Äquivalenten.

Im Jahr 2023 betrug der Anteil des emittierten Kohlendioxids (CO2) an den gesamten Treibhausgasemissionen 77.1%. Methan machte 13.4%, Lachgas 4.8% und Fluorkohlenwasserstoffe 4.7% der Treibhausgasemissionen aus. In Liechtenstein wurden im Jahr 2023 durchschnittlich 3.1 t CO2 pro Einwohner/in ausgestossen. Im Vorjahr waren es 3.0 t CO2 pro Einwohner/in gewesen.

Vier Fünftel der Treibhausgasemissionen stammen aus der Kraftstoffverbrennung

Im Jahr 2023 wurden 167'300 t CO2-Äquivalente Treibhausgase ausgestossen (ohne Berücksichtigung der Senken Bodennutzung, Bodennutzungsveränderung und Forstwirtschaft (BBF). 79.8% bzw. 133'600 t CO2-Äquivalente der Treibhausgasemissionen stammten aus dem Bereich Energie. Davon entfielen 55'600 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung in kommerziellen und institutionellen Gebäuden sowie Haushalten (in der Tabelle unter andere Sektoren zu finden), 54'100 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung im Bereich Transport und 19'800 t CO2-Äquivalente auf die Kraftstoffverbrennung in der verarbeitenden Industrie und im Baugewerbe.

14.5% der Treibhausgasemissionen entfielen auf die Landwirtschaft. 4.6% der Treibhausgasemissionen stammen aus dem Bereich industrielle Prozesse und Produkt-Verwendung.

Kohlendioxid-Ausstoss von neuverkauften Personenwagen bleibt unverändert

Im Jahr 2024 stiessen die neuverkauften Personenwagen durchschnittlich 118 g CO2/km aus. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der CO2-Ausstoss damit unverändert.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufbereitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

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