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Lebens- und Arbeitsbedingungen

Informationen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen werden der Liechtensteinischen Gesundheitsbefragung entnommen, die alle fünf Jahre in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Bundesamt für Statistik durchgeführt wird. Die Resultate basieren auf einer Stichprobenerhebung. Für Liechtenstein beantworten rund 1'000 Personen die Fragen des telefonischen Interviews, das durch einen schriftlichen Fragebogen ergänzt wird. Die Ergebnisse werden knapp zwei Jahre nach Abschluss der Befragungen publiziert.

Lebens- und Arbeitsbedingungen 2017

Zunahme von Stress bei der Arbeit

04.11.2019 – Mit 22.9% ist der Anteil der Personen, die sich bei der Arbeit immer oder meistens gestresst fühlen, gegenüber der Gesundheitsbefragung 2012 mit 12.8% signifikant angestiegen. Parallel dazu zeigen die Antworten zu psychosozialen Risikofaktoren eine Belastungszunahme im Alltag. So hat die Zustimmung zu Aussagen bezüglich Arbeitsklima wie «Selten oder nie Unterstützung durch Vorgesetzten bzw. Kollegen» oder «Ich kann bei meiner Aufgabe sehr wenig mitbestimmen, wie ich die Arbeit erledige» zugenommen. Die grösste Differenz zwischen 2012 und 2017 weist mit einer Veränderung von 10.7 Prozentpunkten die Aussage «Ich muss mich beeilen, um meine Arbeit zu erledigen» (40.2% der Befragten) auf. Ergänzend ist das häufigste Kriterium «Ich muss an zu viele Dinge gleichzeitig denken» mit 46.2% zu erwähnen (2012: 45.8%). Trotzdem sind 81.5% der Erwerbstätigen mit ihrer Arbeit sehr hoch bzw. hoch zufrieden, was sich auch im hohen Anteil von 85.0% der Personen spiegelt, die angeben, sich bei der Arbeit überhaupt oder eher nicht emotional verbraucht zu fühlen.

Mehr physische als psychische Belastungen bei der Arbeit

Deutlich verbreiteter als psychische Probleme sind die physischen Belastungen. Häufig genannt werden in diesem Zusammenhang die stets gleichen Hand- und Armbewegungen (50.1%) oder ermüdende Körperhaltung (39.1%), hohe Temperaturen (24.7%) oder das Tragen und Bewegen von schweren Lasten (21.2%).

Trotz der Belastungen ist der Anteil der Beschäftigten, die eine sehr hohe Arbeitszufriedenheit angeben, in Liechtenstein mit 60.7% deutlich höher als in der Schweiz mit 47.2%. Zudem haben mit einem Anteil von 11.3% weniger Personen eine sehr starke bzw. ziemlich starke Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren als in der Schweiz mit 15.1%.

Wenig Störungen im Alltag

In Bezug auf störende Lebensbedingungen wie Strassenverkehr, Lärm von Flugzeugen oder Licht von Strassenbeleuchtungen fühlen sich die Einwohnerinnen und Einwohner weniger häufig gestört als in der Schweiz. Einzig Störungen durch die Landwirtschaft werden in Liechtenstein mit 7.6% häufiger genannt als in der Schweiz mit 5.0%.

AMT FÜR STATISTIK

Diese Informationen zum Thema Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden ursprünglich in der Gesundheitsbefragung 2017 publiziert.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

Siehe Seiten 124-131

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