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Gesundheitssystem und Präventivmedizin

Informationen zum Gesundheitssystem und der Präventivmedizin werden der Liechtensteinischen Gesundheitsbefragung entnommen, die alle fünf Jahre in Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Bundesamt für Statistik durchgeführt wird. Die Resultate basieren auf einer Stichprobenerhebung. Für Liechtenstein beantworten rund 1’000 Personen die Fragen des telefonischen Interviews, das durch einen schriftlichen Fragebogen ergänzt wird. Die Ergebnisse werden knapp zwei Jahre nach Abschluss der Befragungen publiziert.

Gesundheitssystem und Präventivmedizin 2017

Männer haben höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen

04.11.2019 – Beim überwiegenden Teil der Bevölkerung bewegen sich die drei wichtigsten Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen, die Blutdruck-, Cholesterin- und Blutzuckerwerte im normalen Bereich. Allerdings fallen bei 17.1% der Bevölkerung die Blutdruckwerte, bei 13.0% die Cholesterinwerte und bei 3.7% die Blutzuckerwerte zu hoch oder zu tief aus. Die Werte der Männer fallen in allen Kategorien häufiger ungünstig aus als die der Frauen. Anhand von Vorsorgeuntersuchungen werden die drei Werte bei einem Grossteil der Bevölkerung jährlich überprüft. So wurde innerhalb der letzten 12 Monate bei 75.4% der Blutdruck, bei 43.8% der Cholesterinspiegel und bei 50.9% der Blutzucker gemessen.

Vorsorgeuntersuchungen sind häufig

47.9% der liechtensteinischen Bevölkerung zeigten für die Früherkennung von Hautkrebs schon einmal ein Muttermal einer Ärztin oder einem Arzt. Für die Früherkennung von Darmkrebs liessen 30.2% der über 39-Jährigen einen Hämoccult-Test (Stuhluntersuchung) vornehmen bzw. 47.4% unterzogen sich einer Darmspiegelung. Im Zusammenhang mit den geschlechtsspezifischen Krebserkrankungen liessen 62.6% der über 39-Jährigen schon einmal ihre Prostata untersuchen. Bei den Frauen wurde bei 83.1% der über 19-Jährigen ein Gebärmutterhalsabstrich vorgenommen und bei 50.3% mittels Mammografie die Brust auf Brustkrebs hin untersucht.

Jeder Fünfte ist privat versichert

38.9% der Bevölkerung sind allgemein versichert, weitere 37.1% verfügen über eine halbprivate und 21.3% über eine private Versicherung. Damit lassen sich knapp zwei Drittel der Bevölkerung für bessere Leistungen im stationären Bereich versichern. Die beiden Versicherungsformen beschränken sich im Wesentlichen auf die geringere Anzahl Betten pro Zimmer: allgemein Versicherte liegen im Mehrbettzimmer, halbprivat Versicherte im Zweibettzimmer und privat Versicherte im Einzelzimmer. Der Anteil der Halbprivat- und Privatversicherten hat sich von 2012 mit 62.9% auf 58.7% im Jahr 2017 verringert. Mit 78.7% ist der Anteil der Bevölkerung hoch, der es für sehr wichtig oder ziemlich wichtig erachtet, die Spezialistin/den Spezialisten selbst zu wählen. Tendenziell ist dies für Frauen mit 85.1% wichtiger als für Männer mit 72.1%, wobei der Wunsch mit zunehmendem Alter steigt.

AMT FÜR STATISTIK

Diese Informationen zum Thema Gesundheitssystem und Präventivmedizin wurden ursprünglich in der Gesundheitsbefragung 2017 publiziert.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

Siehe Seiten 124-131

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