Unternehmen, Arbeitsplätze 2025
104 Unternehmen mehr als im Vorjahr
28.09.2026 – Im Jahr 2025 erhöhte sich die Anzahl der Unternehmen mit Beschäftigten in Liechtenstein gegenüber 2024 um 1.9% auf 5'686 Unternehmen am Stichtag 31.12.2025. Davon war mit 87.2% der Grossteil im Sektor 3 Dienstleistungen tätig. Weitere 11.2% der Unternehmen entfielen auf den Sektor 2 Industrie und 1.6% auf den Sektor 1 Landwirtschaft.
Ende 2025 waren in Liechtenstein insgesamt 46'242 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze bei Unternehmen und in Privathaushalten erfasst. Dies sind 122 Arbeitsplätze respektive 0.3% weniger als im Vorjahr. Betrachtet man die Entwicklung der Arbeitsplätze in den letzten 10 Jahren, so wird seit 2015 eine mittlere jährliche Zunahme von 1.8% berechnet.
Zunahme von Unternehmen
Die Anzahl der Unternehmen erhöhte sich 2025 im Vorjahresvergleich um 1.9% auf 5'686 Unternehmen. 88.6% der Unternehmen hatten zwischen 1 und 9 Arbeitsplätze, 9.4% zwischen 10 und 49 Arbeitsplätze und 2.0% 50 und mehr Arbeitsplätze. In den letzten 10 Jahren hat sich die Anzahl Unternehmen um durchschnittlich 2.4% pro Jahr erhöht.
Die Zunahme der Anzahl der Unternehmen gegenüber dem Vorjahr beschränkte sich allerdings auf die Kleinstunternehmen mit 1 bis 9 Arbeitsplätzen. Diese nahm gegenüber dem 2024 um 115 auf 5037 Unternehmen zu (+2.3%). Die Zahl der Unternehmen mit 10 und mehr Arbeitsplätzen war hingegen rückläufig und nahm im Vergleich zum Vorjahr um 11 auf 649 Unternehmen ab (-1.7%).
Steigende Anzahl Unternehmen im Dienstleistungssektor
Von den am 31. Dezember 2025 insgesamt 5’686 in Liechtenstein gezählten Unternehmen waren 4’958 Unternehmen (87.2%) dem Sektor 3 Dienstleistungen, 635 Unternehmen (11.2%) dem Sektor 2 Industrie und 93 Unternehmen (1.6%) dem Sektor 1 Landwirtschaft zugeordnet. Beginnend mit dem Berichtsjahr 2025 werden die Wirtschaftszweige gemäss Klassifikation NOGA 2025 kodiert. Dies führt zu minimalen Änderungen hinsichtlich der Zuteilung zu den Wirtschaftssektoren: Gemäss der früher verwendeten Klassifikation NOGA 2008 waren 4’941 Unternehmen (86.9%) dem Sektor 3 Dienstleistungen, 652 Unternehmen (11.5%) dem Sektor 2 Industrie und 93 Unternehmen (1.6%) dem Sektor 1 Landwirtschaft zugeordnet.
Für Vorjahresvergleiche wird aufgrund des Zeitreihenbruchs die frühere Klassifikation NOGA 2008 herangezogen. Die grössten Zunahmen an Unternehmen in absoluten Zahlen wurden im Vorjahresvergleich mit 22 Unternehmen mehr (+6.2%) im Wirtschaftszweig Finanz- und Versicherungsdienstleistungen; und ebenfalls 22 Unternehmen mehr (+5.8%) im Wirtschaftszweig Gesundheitswesen; sowie mit 18 Unternehmen mehr (+6.4%) im Wirtschaftszweig Informationstechnologie, Datenverarbeitung, Informationsdienstleistungen beobachtet.
Die grössten Abnahmen in absoluten Zahlen im Vergleich zum Vorjahr sind mit einem Minus von 10 Unternehmen im Wirtschaftszweig Handel (-1.3%) und mit einem Minus von 3 Unternehmen im Wirtschaftszweig Herstellung von Holzwaren, Papier, Pappe, Druckerzeugnisse; Vervielfältigung bespielter Datenträger (-5.6%) festzustellen.
Im zehnjährigen Vergleich erhöhte sich die Anzahl Unternehmen im Sektor 3 Dienstleistungen im Durchschnitt um +2.7% pro Jahr, im Sektor 2 Industrie um +0.8% pro Jahr. Im Sektor 1 Landwirtschaft zeigt sich mit durchschnittlich -1.0% pro Jahr eine abnehmende Entwicklung.
Gleichbleibend über die Hälfte (55%) der Arbeitsstätten im Raum Vaduz-Triesen-Schaan
Die 46’242 (2024: 46’364) Arbeitsplätze verteilten sich am 31. Dezember 2025 auf 6’383 (2024: 6’317) Arbeitsstätten. Die meisten Arbeitsstätten, nämlich 24.5%, hatten ihren Standort in Vaduz. 18.0% aller Arbeitsstätten hatten ihren Standort in Schaan und 12.1% in Triesen. Somit befanden sich in diesen drei Gemeinden 54.6% (2024: 54.4%) der Arbeitsstätten Liechtensteins.
Dem Sektor 3 Dienstleistungen wurden mit 5’641 Arbeitsstätten 88.4% aller Arbeitsstätten zugeordnet. Weitere 10.1% (644 Arbeitsstätten) entfielen auf den Sektor 2 Industrie und 1.5% (98 Arbeitsstätten) auf den Sektor 1 Landwirtschaft.
Der Quotient Arbeitsplätze pro Arbeitsstätte fällt in den drei Sektoren sehr unterschiedlich aus. Während für den Sektor 2 Industrie ein Durchschnitt von 22.4 Arbeitsplätzen pro Arbeitsstätte berechnet wird, werden für den Sektor 3 Dienstleistungen mit 5.6 Arbeitsplätzen und den Sektor 1 Landwirtschaft mit 3.1 Arbeitsplätzen pro Arbeitsstätte deutlich tiefere Werte berechnet. Im Gemeindevergleich verfügt Gamprin mit 13.2 Arbeitsplätzen pro Arbeitsstätte über den grössten Quotienten. Die nächsttieferen Quotienten sind in Schaan und Eschen mit Werten von 10.0 bzw. 9.1 Arbeitsplätzen pro Arbeitsstätte zu finden. Folglich sind in diesen Gemeinden häufiger Arbeitsstätten mit mehr Beschäftigten angesiedelt als in den übrigen Gemeinden.
Dienstleistungen in Vaduz und Triesen, Industrie in Eschen, Balzers und Schaan
Die Anteile der Arbeitsplätze in den drei Wirtschaftssektoren unterscheiden sich in den elf Gemeinden teilweise deutlich. Der Anteil der Arbeitsplätze im Sektor 3 Dienstleistungen ist in den Gemeinden Vaduz mit 90.8% und Planken mit 88.0% am höchsten. In Vaduz ist mit 11'066 auch die grösste absolute Zahl von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor vorhanden, während Planken mit lediglich 81 Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor trotz sehr hohem Anteil die tiefste absolute Zahl aufweist. In Eschen sind dagegen nur 46.0% der Arbeitsplätze dem Dienstleistungssektor zuzuordnen. In Balzers sind es 50.5%, in Schaan 53.5%. Diese Gemeinden weisen damit die tiefsten Anteile von Arbeitsplätzen im Sektor 3 Dienstleistungen auf. In allen übrigen Gemeinden liegt dieser Anteil deutlich über 60%.
Demgegenüber weisen diese drei Gemeinden Eschen, Balzers und Schaan mit 53.2%, 48.5% respektive 46.3% die höchsten Anteile von Arbeitsplätzen im Sektor 2 Industrie auf. In den übrigen Gemeinden liegt der Anteil der Arbeitsplätze in diesem Sektor jeweils deutlich unter 40%. Die tiefsten Anteile der Arbeitsplätze im Industriesektor sind wiederum in Vaduz (9.0%) und Planken (9.8%) zu finden. Der Anteil der Arbeitsplätze im Sektor 1 Landwirtschaft ist mit einem Minimalwert von 0.3% in Vaduz, Schaan und Gamprin sowie einem Maximalwert von 4.7% in Schellenberg deutlich kleiner als jener der Sektoren 2 und 3.
Im Unterland sind der Sektor 1 Landwirtschaft und der Sektor 2 Industrie mit Arbeitsplatzanteilen von 1.2% respektive 39.2% deutlich stärker ausgeprägt als im Oberland, wo die entsprechenden Anteile bei 0.4% respektive 27.8% liegen. Der Sektor 3 Dienstleistungen ist dagegen im Oberland mit einem Anteil von 71.8% deutlich stärker als im Unterland, wo der Anteil bei 59.6% liegt.
Ein knappes Viertel der Arbeitsplätze in Kleinstunternehmen
Betrachtet nach Grössenklasse des Unternehmens befinden sich 23.4% der Arbeitsplätze in Kleinstunternehmen mit 1-9 Arbeitsplätzen. 23.8% befinden sich in kleinen Unternehmen (10-49 Arbeitsplätze), 20.1% in mittleren Unternehmen (50-249 Arbeitsplätze) und 32.8% in Grossunternehmen (250 und mehr Arbeitsplätze). In der Schweiz (Werte für das Jahr 2024) ist der Anteil der Arbeitsplätze in Kleinstunternehmen mit 21.6% ähnlich wie in Liechtenstein. In Grossunternehmen sind in der Schweiz etwas mehr Arbeitsplätze zu finden (39.2%), während in kleinen und mittleren Unternehmen (19.4% respektive 19.8%) jeweils etwas geringere Anteile als in Liechtenstein zu finden sind.
In den Kantonen der Schweiz unterscheidet sich die Beschäftigungsstruktur zuweilen deutlich. Beispielsweise liegt der Anteil der Arbeitsplätze in Kleinstunternehmen in Appenzell Innerrhoden mit 37.3% am höchsten, in Basel-Stadt mit 10.7% am geringsten. Liechtenstein liegt hier mit seinen 23.4% nahe bei den Werten von Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn, welche sich zwischen 22.9% und 23.5% bewegen, sowie vergleichsweise nahe am Wert des benachbarten Kantons St. Gallen (21.9%). Über alle Grössenklassen betrachtet, ist die Beschäftigungsstruktur hinsichtlich Grössenklassen der Unternehmen in den Kantonen Zug, Aargau, Freiburg und St. Gallen am ähnlichsten zu der Liechtensteins.
Die grössten Unterschiede ergeben sich zur Beschäftigungsstruktur in Appenzell Innerrhoden mit seinem sehr grossen Anteil in Kleinstunternehmen und beinahe fehlenden Grossunternehmen, sowie Basel-Stadt mit dominierenden Grossunternehmen und nur einem geringen Anteil von Kleinstunternehmen. Auch die Kantone Schwyz und Obwalden (hoher Anteil Kleinstunternehmen) sowie Zürich und Bern (hoher Anteil Grossunternehmen) unterscheiden sich diesbezüglich stark von Liechtenstein.
eTab – interaktive Tabellen
351.001 Unternehmen mit Voll- und Teilzeit-Arbeitsplätzen nach Wirtschaftszweig, Grössenklasse und Kategorie seit 2001 351.101 Arbeitsstätten nach Wirtschaftszweig und Arbeitsgemeinde seit 2008 351.201 Arbeitsplätze nach Voll-/ Teilzeit, Wirtschaftszweig, Arbeitsgemeinde und Geschlecht seit 2008 351.202 Arbeitsplätze nach Voll-/ Teilzeit, Wirtschaftszweig, Wohnsitz und Geschlecht seit 2008 351.203 Arbeitsplätze nach Voll-/ Teilzeit, Wohnsitz, Arbeitsgemeinde und Geschlecht seit 2008Arbeitsplatzdichte
Die untenstehende Karte zeigt die Arbeitsplatzdichte in Liechtenstein als Anzahl Arbeitsplätze pro Hektar. Verfügt ein Unternehmen über mehrere Arbeitsstätten in einer Gemeinde, so wird in der Regel nur die Hauptarbeitsstätte in der jeweiligen Gemeinde im Unternehmensregister erfasst. Dabei werden alle Arbeitsplätze dieser Hauptarbeitsstätte zugeordnet
Legende Arbeitsplatzdichte
Methodik & Qualität
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