Hochschulen 2025
Mehr als zwei Drittel der Studierenden aus Liechtenstein wählen die Schweiz als Studienland
27.02.2026 – Für das Studienjahr 2024/25 wurden 1'211 Studierende aus Liechtenstein an Fachhochschulen und Universitäten (ohne Weiterbildung) erfasst. Der Frauenanteil lag bei 52.1%. Im Vorjahr waren es 1'202 Studierende mit einem Frauenanteil von 50.2% gewesen. Von den 1'211 gemeldeten Studierenden besuchten 857 (70.8%) Studierende Studiengänge an schweizerischen Institutionen. Weitere 189 (15.6%) Studierende belegten Studiengänge in Österreich. In Liechtenstein und Deutschland waren 112 (9.2%), respektive 53 (4.4%) Studierende gemeldet.
Die tertiären Bildungseinrichtungen (ohne Weiterbildung) in Liechtenstein wurden im Studienjahr 2024/25 von 811 Studierenden besucht. Der Frauenanteil bei den Studierenden in Liechtenstein lag bei 40.8%. Im Vorjahr waren es 758 Studierende mit einem Frauenanteil von 39.8% gewesen.
Im Studienjahr 2025/26 wurde an den Universitäten in Liechtenstein ein Personalbestand von 257 Personen registriert. Insgesamt beliefen sich die Pensen auf 162.8 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme der VZÄ von 4.7%.
Anmerkung zur aktuellen Publikation: Aufgrund personeller Engpässe konnten die Veröffentlichungen zum Thema Hochschulen nicht wie geplant erfolgen. Um die Datenlücken zu schliessen, werden mit der aktuellen Publikation die Informationen zum Universitätspersonal für die Jahre 2023, 2024 und 2025 gleichzeitig veröffentlicht.
Fast jeder vierte Studierende an Universitäten belegt Wirtschaftswissenschaften
Im Studienjahr 2024/25 waren 52.1% bzw. 631 Personen der insgesamt 1'211 Studierenden aus Liechtenstein an Fachhochschulen und Universitäten Frauen (ohne Weiterbildung). An den Fachhochschulen finden sich hohe Frauenanteile im Bereich Gesundheit mit 81.5% (22 Frauen von insgesamt 27 Studierenden), der Lehrerkräfteausbildung mit 78.1% (82 Frauen von insgesamt 105 Studierenden) und in der Sozialen Arbeit mit 70.0% (14 Frauen von insgesamt 20 Studierenden). Ein hoher Männeranteil verzeichnet hingegen das Studienfach Technik und IT mit 89.9% (62 Männer von insgesamt 69 Studierenden). An den Universitäten ist die Geschlechterverteilung in den Fachrichtungen etwas ausgeglichener. Der höchste Frauenanteil liegt mit 69.1% in den Geistes- und Sozialwissenschaften vor. Auch in der Medizin und Pharmazie sind mit einem Anteil von 65.3% mehr Frauen vertreten. Die Männer hingegen haben höhere Anteile in den Fachrichtungen technische Wissenschaften mit 65.4%, exakte und Naturwissenschaften mit 63.3% sowie Wirtschaftswissenschaften mit 60.4%.
An den Fachhochschulen entfielen 70.5% der Studierenden auf die drei Fachrichtungen Lehrkräfteausbildung (28.9%), Wirtschaft und Dienstleistungen (22.6%) sowie Technik und IT (19.0%).
An den Universitäten verteilten sich 61.4% der Studierenden auf die drei Fachrichtungen Wirtschaftswissenschaften (23.2%), Geistes- und Sozialwissenschaften (22.5%) sowie Recht (15.7%).
Höherer Frauenanteil an Fachhochschulen setzt sich fort
Im Studienjahr 2024/25 besuchten 363 Studierende aus Liechtenstein (ohne Weiterbildung) eine Fachhochschule in der Schweiz und in Österreich. Von den 363 Studierenden waren 203 Studierende bzw. 55.9% weiblich und 160 Studierende bzw. 44.1% männlich. Im Vorjahr waren 185 Studierende bzw. 51.1% weiblich und 177 Studierende bzw. 48.9% männlich gewesen.
Mit Ausnahme des Jahres 2016/17 zeigt sich, dass der Frauenanteil bei den Fachhochschulstudierenden seit 2011/12 immer über dem Männeranteil lag. Im Studienjahr 2013/14 lag der bisher höchste Frauenanteil vor. Damals waren 187 Studierende bzw. 60.7% Frauen und 121 Studierende bzw. 39.3% Männer.
Mehrheit der Studierenden entscheidet sich für Universitäten in der Schweiz
Im Studienjahr 2024/25 besuchten 848 Studierende aus Liechtenstein eine Universität in Liechtenstein oder im benachbarten Ausland (ohne Weiterbildung). Davon waren 428 Studierende bzw. 50.5% Frauen und 420 Studierende bzw. 49.5% Männer. Mit 59.9 % bzw. 508 Studierenden besuchte die Mehrheit eine Universität in der Schweiz. 175 Studierende bzw. 20.6% besuchten eine Universität in Österreich und 13.2%, respektive 112 Studierende eine Universität in Liechtenstein. 53 Studierende bzw. 6.3% waren an einer Universität in Deutschland eingeschrieben.
Auch im mehrjährigen Vergleich ist zu erkennen, dass die Universitäten in der Schweiz von Studierenden aus Liechtenstein deutlich häufiger gewählt werden, als Universitäten in Österreich, Liechtenstein und Deutschland.
Zunahme der Studierenden in Liechtenstein
Mit insgesamt 811 Studierenden in Liechtenstein (ohne Weiterbildung) im Studienjahr 2024/25 stieg deren Anzahl gegenüber dem Vorjahr um 7.0% bzw. 53 Studierende. 278 Studierende bzw. 34.3% hatten den Wohnsitz zum Zeitpunkt der Einschreibung in Österreich. Danach folgen Studierende aus Deutschland und der Schweiz mit 216 Studierenden bzw. 26.6% und 147 Studierenden bzw. 18.1%. 112 Studierende bzw. 13.8% der Studierenden hatten ihren Wohnsitz in Liechtenstein. Aus dem übrigen Ausland kamen 58 Studierende bzw. 7.2%. Die Studierenden aus Österreich stellten auch in der Vergangenheit die grösste Gruppe der in Liechtenstein Studierenden dar. In den letzten fünf Studienjahren (2019/20 bis 2023/24) lag die Zahl der Studierenden durchschnittlich bei 821 Personen. Damit lag die Zahl der Studierenden 2024/25 unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Mehr als die Hälfte der Studierenden in Liechtenstein belegen Wirtschaftswissenschaften
Im Studienjahr 2024/25 haben insgesamt 811 Personen an einer Universität in Liechtenstein studiert. Mit 438 Studierenden bzw. einem Anteil von 54.0% besuchten mehr als die Hälfte der Studierenden einen Studiengang der Wirtschaftswissenschaften. Für die technischen Wissenschaften haben sich 180 Studierende eingeschrieben (22.2%). Recht wurde von 108 (bzw. 13.3%) Studierenden und Medizin und Pharmazie von 85 (bzw. 10.5%) Studierenden belegt.
Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften wurde der Studiengang Betriebswirtschaftslehre mit 219 Studierenden am häufigsten nachgefragt.
Rund ein Drittel aller Fachhochschulabschlüsse wird in der Lehrerkräfteausbildung erworben
Im Jahr 2024 haben 107 Studierende aus Liechtenstein einen Fachhochschulabschluss erworben. Es wurden 73 Bachelorabschlüsse und 30 Masterabschlüsse erlangt. Zusätzlich wurden 4 FH-Diplome übergeben.
Mit 34 Abschlüssen wurden die meisten Abschlüsse in der Lehrerkräfteausbildung erworben. 27 Abschlüsse wurden im Fachbereich der Wirtschaft und Dienstleistungen erlangt und 18 Abschlüsse im Bereich Technik und IT. Danach folgten die Bereiche Soziale Arbeit mit 9 Abschlüssen und der Bereich Gesundheit mit 5 Abschlüssen. In den anderen Bereichen wurden weniger als 5 Abschlüsse verzeichnet.
Fast jeder Vierte Abschluss wird in den Wirtschaftswissenschaften erworben
Im Jahr 2024 haben 164 Studierende aus Liechtenstein an Universitäten einen Abschluss erworben. Es wurden 74 bzw. 45.1% Bachelorabschlüsse, 73 bzw. 44.5% Masterabschlüsse, 10 bzw. 6.1% Doktoratsabschlüsse, 3 bzw. 1.8% Magister-, Lizentiats- oder Diplomabschlüsse und 4 bzw. 2.4% andere Abschlüsse erlangt.
Mit 23.8% bzw. 39 Abschlüssen wurden die meisten Abschlüsse im Bereich der Wirtschaftswissenschaften erworben, gefolgt von den Geistes- und Sozialwissenschaften mit 21.3% bzw. 35 Abschlüssen. 28 Abschlüsse bzw. 17.1% entfielen auf den Bereich Recht und 21 Abschlüsse bzw. 12.8% auf den Bereich exakte- und Naturwissenschaften. Im Bereich der technischen Wissenschaften wurden 20 bzw. 12.2% der Abschlüsse verbucht und für den Bereich Medizin und Pharmazie wurden 17 Abschlüsse bzw. 10.4% gemeldet. In den Interdisziplinären Fächern wurden insgesamt 4 bzw. 2.4% der Abschlüsse registriert.
Mehr als jeder vierte Universitätsabschluss entfällt auf den Studiengang der Betriebswirtschaftslehre
Im Jahr 2024 haben 183 Studierende in Liechtenstein einen Universitätsabschluss erworben. Es wurden 88 bzw. 48.1% Bachelorabschlüsse, 76 bzw. 41.5% Masterabschlüsse und 19 bzw. 10.4% Doktoratsabschlüsse registriert.
Mit 27.3% bzw. 50 Abschlüssen wurden die meisten Abschlüsse für den Fachbereich Betriebswirtschaftslehre registriert, gefolgt vom Fachbereich Architektur mit 26.2% bzw. 48 Abschlüssen. 26 bzw. 14.2% der Abschlüsse entfielen auf den Bereich Finance. Wirtschaftsinformatik und Entrepreneurship verzeichneten jeweils 20 bzw. 10.9% Abschlüsse. In den anderen Studiengängen wurden weniger als 10 Abschlüsse gemeldet.
Steigende Personalressourcen an Universitäten in Liechtenstein
Im Studienjahr 2025/26 wurde an den Universitäten in Liechtenstein ein Personalbestand von insgesamt 257 Personen registriert, wobei 9 von 10 Personen an der Universität Liechtenstein und jede 10. Person an der Privaten Universität im Fürstentum Liechtensteins erfasst wurde. Insgesamt beliefen sich die Pensen auf 162.8 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Mit 53.5% war mehr als die Hälfte der VZÄ in der Kategorie administratives und technisches Personal tätig. Am zweithäufigsten war die Kategorie assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende mit 22.2% belegt. Weitere 14.7% der VZÄ entfielen auf Professorinnen und Professoren und mit einem Anteil 9.6% waren die Ressourcen der übrigen Dozierenden am tiefsten. In den letzten fünf Jahren wurden die Personalressourcen an den Universitäten in Liechtenstein fast kontinuierlich erhöht, gegenüber dem Vorjahr wird 2025/26 eine Zunahme der VZÄ von 4.7% ausgewiesen.
eTab – interaktive Tabellen
482.001 Studierende aus Liechtenstein an Fachhochschulen nach Fachbereich, Geschlecht und Studienland seit 2005/06 482.002 Studierende aus Liechtenstein an Fachhochschulen nach Studienland/ Fachhochschule und Geschlecht seit 2005/06 482.003 Studierende aus Liechtenstein an Fachhochschulen nach Fachbereich, Geschlecht und Studienstufe seit 2005/06 482.004 Studierende aus Liechtenstein an Universitäten nach Fächergruppe, Geschlecht und Studienland seit 2005/06 482.005 Studierende aus Liechtenstein an Universitäten nach Studienland/ Universität und Geschlecht seit 2005/06Tabellen
Methodik & Qualität
Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.
Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.
Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.
Anmerkung zur aktuellen Publikation: Aufgrund personeller Engpässe konnten die Veröffentlichungen zum Thema Hochschulen nicht wie geplant erfolgen. Um die Datenlücken zu schliessen, werden mit der aktuellen Publikation die Informationen zum Universitätspersonal für die Jahre 2023, 2024 und 2025 gleichzeitig veröffentlicht.