Arbeitslosigkeit 2025

Arbeitslosenquote bei 2.0%

23.04.2026 – Im Jahr 2025 erreichte die durchschnittliche Arbeitslosenquote mit 2.0% einen höheren Wert als im Vorjahr mit 1.6%. Gegenüber dem Vorjahr stieg die mittlere Arbeitslosenquote um 0.4 Prozentpunkte. Im Jahr 2022 war mit 1.3% der tiefste Wert seit der Anpassung der Berechnungsmethode im Jahr 2006 registriert worden, seither ist ein tendenzieller Anstieg zu beobachten. 422 Personen waren 2025 im Mittel als arbeitslos gemeldet. Im Vorjahr waren es 352 Personen gewesen. Dies bedeutet eine Erhöhung von 70 Personen oder 20.0%. Im Jahr 2025 waren durchschnittlich 560 Personen beim Arbeitsmarktservice als Stellensuchende registriert. Im Vorjahr waren es lediglich 488 Personen gewesen.

Durchschnittliche Arbeitslosenquote steigt auf 2.0%

Im Jahr 2025 lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt bei 2.0%. Damit fiel die durchschnittliche Arbeitslosenquote höher aus als im Vorjahr mit 1.6%. Im Jahresverlauf erreichte die Arbeitslosenquote 2025 ihren Höchststand im Februar mit 2.1%. Den tiefsten Wert erreichte sie in den Monaten April bis Oktober 2025 mit jeweils 1.9%.

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Männer und der Frauen betrug jeweils 2.0%. Die Arbeitslosenquote der Personen mit liechtensteinischer Staatsbürgerschaft lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 1.5% und diejenige der Personen anderer Nationalität bei 2.7%.

Jugendarbeitslosigkeit bei 1.8%

Nach Altersklassen betrachtet, wiesen im Jahresdurchschnitt 2025 die 15- bis 24-Jährigen mit 1.8% die tiefste Arbeitslosenquote auf, verglichen mit den 50-Jährigen und Älteren mit 1.9% und bei den 25- bis 49-Jährigen mit 2.0%.

Am Jahresende 7% mehr Arbeitslose

Am 31. Dezember 2025 waren insgesamt 437 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit 407 Personen am Ende des Vorjahres ergab sich eine Erhöhung um 7.4%. Der Anteil der Männer betrug am 31. Dezember 2025 54.7%, während der Frauenanteil bei 45.3% lag. 77.3% der Arbeitslosen hatten vormals eine Vollzeitstelle. Bei den Männern war der Anteil der Personen mit vormaliger Vollzeitstelle mit 92.1% deutlich höher als bei den Frauen mit 59.6%. 

Liechtensteinische Arbeitslose: 207 Personen 

Zum Jahresende waren 207 Personen mit liechtensteinischer (47.4%) und 230 Personen mit ausländischer (52.6%) Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 3.6%. Bei den arbeitslosen Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern wurde eine Erhöhung von 11.9% verzeichnet.

Zahl der Arbeitslosen zwischen 25 bis 49 Jahren erhöht sich

Nach Altersklassen betrachtet waren 9.2% der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren, 57.0% im Alter von 25 bis 49 Jahren und 33.9% 50 Jahre und älter. Der Vorjahresvergleich zeigt, dass sich die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 25 bis 49 Jahren um 42 auf 249 erhöhte (+20.3%). Die Anzahl der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren reduzierte sich um sechs auf 40 Arbeitslose (-13.0%). Die Zahl der 50-Jährigen und älteren Arbeitslosen reduzierte sich ebenfalls um sechs auf 148 Arbeitslose (-3.9%).

Rund 20% der Arbeitslosen aus Produktionsberufen

20.1% der Arbeitslosen per 31. Dezember 2025 stammten aus den Berufen der Produktion in Industrie und Gewerbe (ohne Bau). Diese bilden damit die häufigste Berufsgruppe. 19.5% der Fälle entfielen auf Berufe im Handel und Verkehr. 18.8% der Arbeitslosen waren vormals im Management oder in der Administration tätig, 14.9% der Fälle machten Arbeitslose aus Gastgewerbe und den persönlichen Dienstleistungen aus, während 7.1% der Arbeitslosen aus Berufen des Bau- und Ausbaugewerbes und des Bergbaus kamen.

Arbeitslose vorwiegend aus dem Dienstleistungsbereich

Mit 60.9% waren die meisten Arbeitslosen vormals im Sektor 3 Dienstleistungen tätig gewesen, gefolgt vom Sektor 2 Industrie mit 21.7%. Im Sektor 1 Landwirtschaft waren Ende 2025 0.7% der Arbeitslosen registriert. 16.7% der Arbeitslosen konnten keinem Sektor zugeordnet werden, da sie in den sechs Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit über keine Erwerbstätigkeit verfügten oder neu ins Berufsleben eintraten. Dieses ungleiche Verhältnis zwischen dem Sektor 2 und dem Sektor 3 begründet sich auch durch die Struktur der Beschäftigten. Von den in Liechtenstein wohnhaften Beschäftigten waren Ende 2024 rund 73% im Sektor 3 und 25% im Sektor 2 tätig.

Im Jahresdurchschnitt 422 Arbeitslose

Im Jahr 2025 waren monatlich durchschnittlich 422 Personen arbeitslos. Im Vorjahr waren es 352 Personen gewesen. Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der monatlichen Zugänge 63 Personen und diejenige der Abgänge 60 Personen. Als arbeitslos gelten alle Personen, die beim Arbeitsmarktservice registriert sind und die über keine Stelle verfügen.

Zählt man zu den Arbeitslosen die Personen mit Zwischenverdienst dazu, waren im Jahr 2025 durchschnittlich 493 Personen entweder arbeitslos oder im Zwischenverdienst. Das waren 69 Personen mehr als im Vorjahr. Personen mit Zwischenverdienst gelten nicht als arbeitslos, da sie über eine Arbeitsstelle verfügen. Arbeitsmarktpolitisch sind sie jedoch dennoch relevant, da sie kurzfristig wieder in die Arbeitslosigkeit fallen, falls es ihnen nicht gelingt eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Als Zwischenverdienst gilt dabei jedes Einkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit, das ein Bezüger bzw. eine Bezügerin von Arbeitslosenentschädigung zur Vermeidung oder Verringerung der Arbeitslosigkeit erzielt.

Betrachtet man hingegen nur die Personen mit Anspruch auf Taggeld, lag die jahresdurchschnittliche Anzahl der Taggeldbeziehenden 2025 bei 345 Personen. Im Jahr 2024 waren es im Mittel 297 Personen gewesen. Dies bedeutet eine Zunahme von 49 Personen bzw. 16.3%. Personen mit Anspruch auf Taggeld umfassen Arbeitslose oder Personen im Zwischenverdienst, welche die maximale Anzahl Taggelder und die zweijährige Rahmenfrist nicht überschritten haben.

Eine weitere Gruppe sind schliesslich die Stellensuchenden. Als Stellensuchende gelten alle arbeitslosen und nichtarbeitslosen Personen, die beim Arbeitsmarktservice des Amtes für Volkswirtschaft gemeldet sind und eine Stelle suchen. Im Jahresdurchschnitt 2025 wurden 560 Stellensuchende verzeichnet. Das waren 72 Personen oder 14.8% mehr als im Vorjahr.

Letztmals im Jahr 2017 mehr Personen ausgesteuert

Im Jahr 2025 wurden 113 Personen ausgesteuert. Das entspricht einem monatlichen Durchschnitt von neun Personen. Im Vorjahr waren 61 Personen ausgesteuert worden. Im Jahr 2017 war der Wert mit 134 auf ähnlichem Niveau wie im Berichtsjahr.

Ausgesteuerte Arbeitslose sind Arbeitslose, welche die maximale Anzahl Taggelder bezogen oder das Ende der zweijährigen Rahmenfrist für den Leistungsbezug erreicht haben und dadurch nicht mehr anspruchsberechtigt sind. Falls eine ausgesteuerte Person trotzdem noch beim Arbeitsmarktservice des Amtes für Volkswirtschaft gemeldet ist, gilt sie als arbeitslos ohne Anspruch auf Taggeld der Arbeitslosenversicherung.

Durchschnittlich 493 Personen arbeitslos oder im Zwischenverdienst

Die Zahl der Arbeitslosen zuzüglich Personen mit Zwischenverdienst betrug im Jahr 2025 durchschnittlich 493 Personen. Im Jahresdurchschnitt waren dabei 234 Personen (47.5%) weniger als sechs Monate arbeitslos oder im Zwischenverdienst. Durchschnittlich 133 Personen (26.9%) waren hingegen seit sieben bis zwölf Monaten und 126 Personen (25.6%) schon länger als ein Jahr auf Stellensuche.

In gegenseitigem Einvernehmen als Hauptursache für Arbeitslosigkeit

Insgesamt wurden 2025 734 Zugänge zu den Arbeitslosen zuzüglich Personen im Zwischenverdienst erfasst. In 249 Fällen (33.9%) wurde die letzte Stelle in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. In 238 Fällen (32.4%) wurden wirtschaftliche Gründe des Unternehmens als Grund für die Arbeitslosigkeit angegeben und in 101 Fällen (13.8%) waren es gesundheitliche Gründe.

Jeder Fünfte verzichtet oder wird ausgesteuert

Andererseits wurden 2025 688 Abgänge erfasst. In 336 Fällen (48.8%) erfolgte der Abgang, da die Person eine neue Stelle antreten konnte. In 144 Fällen (20.9%) hat die Person jedoch auf den Anspruch verzichtet oder wurde ausgesteuert.

Eigenkapital erhöhte sich um rund CHF 19 Mio.

Die Arbeitslosenversicherungskasse entschädigt anspruchsberechtigte arbeitslose Personen sowie Personen, die von wirtschaftlich bedingter und witterungsbedingter Kurzarbeit betroffen sind. Der Aufwand der Arbeitslosenversicherung betrug im Jahr 2025 CHF 27.9 Mio. und der Ertrag CHF 47.0 Mio., was ein Ertragserfolg von CHF 19.1 Mio. ergab. Die Netto-Versicherungsbeiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden in die Arbeitslosenversicherung betrugen CHF 31.5 Mio. Das Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2025 von CHF 163.2 Mio. auf CHF 182.3 Mio.

Auszahlungen erhöhten sich um 18.6%

Im Jahr 2025 wurden 69’360 Taggelder an 816 arbeitslose Personen ausbezahlt. Somit lag die durchschnittliche Bezugsdauer im Berichtsjahr pro Bezüger und Bezügerin bei 85 Tagen. Das durchschnittliche Taggeld betrug CHF 182 pro Tag. Die Taggeldbeziehenden erhielten im Durchschnitt Taggelder in der Höhe von CHF 15’442 pro Person. Die Arbeitslosenentschädigungen betrugen insgesamt CHF 12.6 Mio. Im Vorjahr hatte sich der Betrag auf CHF 10.6 Mio. belaufen.

Rund CHF 1 Mio. für Kurzarbeit ausbezahlt

Im Jahr 2025 erfolgten Auszahlungen von rund CHF 1.1 Mio. für wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit. Im Vorjahr waren es CHF 43’000 gewesen. Für die witterungsbedingte Kurzarbeit überwies die Arbeitslosenversicherungskasse ein Gesamtbetrag von CHF 121’000. Im Vorjahr hatte sich der Betrag auf rund CHF 171'000 belaufen.

Erwerbslosenquote 2024 bei 3.3%

Die Erwerbslosenquote lag per 31. Dezember 2024 bei 3.3% und damit mehr als die Hälfte höher wie die Arbeitslosenquote zum selben Zeitpunkt. Männer haben in Liechtenstein mit 4.2% eine höhere Erwerbslosenquote als Frauen mit 2.4%. Ausländische Staatsangehörige sind mit einer Erwerbslosenquote von 3.8% häufiger von Erwerbslosigkeit betroffen als liechtensteinische Staatsangehörige mit 3.0%. Nach Altersklasse betrachtet weisen die 25- bis 49-Jährigen mit 4.5% die höchste Erwerbslosenquote auf. Die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen liegt bei 2.2% und diejenige der 50- bis 64-Jährigen bei 1.9%.

Neben der Arbeitslosenquote stellt die Erwerbslosenquote eine weitere wichtige ökonomische Kennzahl dar. Für die Berechnung der Arbeitslosenquote werden nur diejenigen Personen gezählt, welche beim Arbeitsmarktservice (AMS) als Arbeitslose registriert sind. Sie wird monatlich veröffentlicht, ermöglicht eine genaue sowie zeitnahe Beobachtung des Arbeitsmarktes und ist somit besonders nützlich für kurzfristige konjunkturelle Analysen.

Im Gegensatz dazu erfasst die Erwerbslosenquote die gesamte ständige Wohnbevölkerung, unabhängig davon, ob die erwerbslose Person beim AMS gemeldet ist. Die Erwerbslosenquote orientiert sich an den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und eignet sich daher besser für internationale Vergleiche, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Registrierung als arbeitslose Person von Land zu Land variieren können und somit die Arbeitslosenquote beeinflussen. Die Erwerbslosenquote wird jährlich per 31. Dezember anhand der Daten der Bevölkerungsstatistik berechnet.

Tiefere Arbeitslosenquote als in einer Mehrzahl der Kantone

Die Arbeitslosenquote in Liechtenstein war im Dezember 2025 mit 2.0% tiefer als in der Schweiz mit 3.1%. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO wies der Kanton Appenzell Innerrhoden mit 0.9% die tiefste und der Kanton Jura mit 5.3% die höchste Arbeitslosenquote auf. Im Kanton St. Gallen betrug die Arbeitslosenquote 2.3% und in Graubünden 1.6%.

Die Berechnungsweise der liechtensteinischen und schweizerischen Arbeitslosenquote ist grundsätzlich vergleichbar. Jedoch gibt es Unterschiede im Arbeitslosenrecht, welche sich auf die Anzahl der Arbeitslosen auswirken, die sich bei den Arbeitsvermittlungsämtern melden. Zudem gibt es Unterschiede in der Betreuung durch die Arbeitsvermittlungsämter, die sich ebenfalls auf die Anzahl gemeldeter Arbeitslosen auswirken können. Diese Einschränkungen der Vergleichbarkeit der Arbeitslosenquote sind bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Durchschnittliche Arbeitslosenquote steigt auf 2.0%

Im Jahr 2025 lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt bei 2.0%. Damit fiel die durchschnittliche Arbeitslosenquote höher aus als im Vorjahr mit 1.6%. Im Jahresverlauf erreichte die Arbeitslosenquote 2025 ihren Höchststand im Februar mit 2.1%. Den tiefsten Wert erreichte sie in den Monaten April bis Oktober 2025 mit jeweils 1.9%.

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Männer und der Frauen betrug jeweils 2.0%. Die Arbeitslosenquote der Personen mit liechtensteinischer Staatsbürgerschaft lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 1.5% und diejenige der Personen anderer Nationalität bei 2.7%.

Jugendarbeitslosigkeit bei 1.8%

Nach Altersklassen betrachtet, wiesen im Jahresdurchschnitt 2025 die 15- bis 24-Jährigen mit 1.8% die tiefste Arbeitslosenquote auf, verglichen mit den 50-Jährigen und Älteren mit 1.9% und bei den 25- bis 49-Jährigen mit 2.0%.

Am Jahresende 7% mehr Arbeitslose

Am 31. Dezember 2025 waren insgesamt 437 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit 407 Personen am Ende des Vorjahres ergab sich eine Erhöhung um 7.4%. Der Anteil der Männer betrug am 31. Dezember 2025 54.7%, während der Frauenanteil bei 45.3% lag. 77.3% der Arbeitslosen hatten vormals eine Vollzeitstelle. Bei den Männern war der Anteil der Personen mit vormaliger Vollzeitstelle mit 92.1% deutlich höher als bei den Frauen mit 59.6%. 

Liechtensteinische Arbeitslose: 207 Personen 

Zum Jahresende waren 207 Personen mit liechtensteinischer (47.4%) und 230 Personen mit ausländischer (52.6%) Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet Im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsbürgerschaft um 3.6%. Bei den arbeitslosen Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern wurde eine Erhöhung von 11.9% verzeichnet.

Zahl der Arbeitslosen zwischen 25 bis 49 Jahren erhöht sich

Nach Altersklassen betrachtet waren 9.2% der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren, 57.0% im Alter von 25 bis 49 Jahren und 33.9% 50 Jahre und älter. Der Vorjahresvergleich zeigt, dass sich die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 25 bis 49 Jahren um 42 auf 249 erhöhte (+20.3%). Die Anzahl der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren reduzierte sich um sechs auf 40 Arbeitslose (-13.0%). Die Zahl der 50-Jährigen und älteren Arbeitslosen reduzierte sich ebenfalls um sechs auf 148 Arbeitslose (-3.9%).

Rund 20% der Arbeitslosen aus Produktionsberufen

20.1% der Arbeitslosen per 31. Dezember 2025 stammten aus den Berufen der Produktion in Industrie und Gewerbe (ohne Bau). Diese bilden damit die häufigste Berufsgruppe. 19.5% der Fälle entfielen auf Berufe im Handel und Verkehr. 18.8% der Arbeitslosen waren vormals im Management oder in der Administration tätig, 14.9% der Fälle machten Arbeitslose aus Gastgewerbe und den persönlichen Dienstleistungen aus, während 7.1% der Arbeitslosen aus Berufen des Bau- und Ausbaugewerbes und des Bergbaus kamen.

Arbeitslose vorwiegend aus dem Dienstleistungsbereich

Mit 60.9% waren die meisten Arbeitslosen vormals im Sektor 3 Dienstleistungen tätig gewesen, gefolgt vom Sektor 2 Industrie mit 21.7%. Im Sektor 1 Landwirtschaft waren Ende 2025 0.7% der Arbeitslosen registriert. 16.7% der Arbeitslosen konnten keinem Sektor zugeordnet werden, da sie in den sechs Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit über keine Erwerbstätigkeit verfügten oder neu ins Berufsleben eintraten. Dieses ungleiche Verhältnis zwischen dem Sektor 2 und dem Sektor 3 begründet sich auch durch die Struktur der Beschäftigten. Von den in Liechtenstein wohnhaften Beschäftigten waren Ende 2024 rund 73% im Sektor 3 und 25% im Sektor 2 tätig.

Im Jahresdurchschnitt 422 Arbeitslose

Im Jahr 2025 waren monatlich durchschnittlich 422 Personen arbeitslos. Im Vorjahr waren es 352 Personen gewesen. Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der monatlichen Zugänge 63 Personen und diejenige der Abgänge 60 Personen. Als arbeitslos gelten alle Personen, die beim Arbeitsmarktservice registriert sind und die über keine Stelle verfügen.

Zählt man zu den Arbeitslosen die Personen mit Zwischenverdienst dazu, waren im Jahr 2025 durchschnittlich 493 Personen entweder arbeitslos oder im Zwischenverdienst. Das waren 69 Personen mehr als im Vorjahr. Personen mit Zwischenverdienst gelten nicht als arbeitslos, da sie über eine Arbeitsstelle verfügen. Arbeitsmarktpolitisch sind sie jedoch dennoch relevant, da sie kurzfristig wieder in die Arbeitslosigkeit fallen, falls es ihnen nicht gelingt eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Als Zwischenverdienst gilt dabei jedes Einkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit, das ein Bezüger bzw. eine Bezügerin von Arbeitslosenentschädigung zur Vermeidung oder Verringerung der Arbeitslosigkeit erzielt.

Betrachtet man hingegen nur die Personen mit Anspruch auf Taggeld, lag die jahresdurchschnittliche Anzahl der Taggeldbeziehenden 2025 bei 345 Personen. Im Jahr 2024 waren es im Mittel 297 Personen gewesen. Dies bedeutet eine Zunahme von 49 Personen bzw. 16.3%. Personen mit Anspruch auf Taggeld umfassen Arbeitslose oder Personen im Zwischenverdienst, welche die maximale Anzahl Taggelder und die zweijährige Rahmenfrist nicht überschritten haben.

Eine weitere Gruppe sind schliesslich die Stellensuchenden. Als Stellensuchende gelten alle arbeitslosen und nichtarbeitslosen Personen, die beim Arbeitsmarktservice des Amtes für Volkswirtschaft gemeldet sind und eine Stelle suchen. Im Jahresdurchschnitt 2025 wurden 560 Stellensuchende verzeichnet. Das waren 72 Personen oder 14.8% mehr als im Vorjahr.

Letztmals im Jahr 2017 mehr Personen ausgesteuert

Im Jahr 2025 wurden 113 Personen ausgesteuert. Das entspricht einem monatlichen Durchschnitt von neun Personen. Im Vorjahr waren 61 Personen ausgesteuert worden. Im Jahr 2017 war der Wert mit 134 auf ähnlichem Niveau wie im Berichtsjahr.

Ausgesteuerte Arbeitslose sind Arbeitslose, welche die maximale Anzahl Taggelder bezogen oder das Ende der zweijährigen Rahmenfrist für den Leistungsbezug erreicht haben und dadurch nicht mehr anspruchsberechtigt sind. Falls eine ausgesteuerte Person trotzdem noch beim Arbeitsmarktservice des Amtes für Volkswirtschaft gemeldet ist, gilt sie als arbeitslos ohne Anspruch auf Taggeld der Arbeitslosenversicherung.

Durchschnittlich 493 Personen arbeitslos oder im Zwischenverdienst

Die Zahl der Arbeitslosen zuzüglich Personen mit Zwischenverdienst betrug im Jahr 2025 durchschnittlich 493 Personen. Im Jahresdurchschnitt waren dabei 234 Personen (47.5%) weniger als sechs Monate arbeitslos oder im Zwischenverdienst. Durchschnittlich 133 Personen (26.9%) waren hingegen seit sieben bis zwölf Monaten und 126 Personen (25.6%) schon länger als ein Jahr auf Stellensuche.

In gegenseitigem Einvernehmen als Hauptursache für Arbeitslosigkeit

Insgesamt wurden 2025 734 Zugänge zu den Arbeitslosen zuzüglich Personen im Zwischenverdienst erfasst. In 249 Fällen (33.9%) wurde die letzte Stelle in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. In 238 Fällen (32.4%) wurden wirtschaftliche Gründe des Unternehmens als Grund für die Arbeitslosigkeit angegeben und in 101 Fällen (13.8%) waren es gesundheitliche Gründe.

Jeder Fünfte verzichtet oder wird ausgesteuert

Andererseits wurden 2025 688 Abgänge erfasst. In 336 Fällen (48.8%) erfolgte der Abgang, da die Person eine neue Stelle antreten konnte. In 144 Fällen (20.9%) hat die Person jedoch auf den Anspruch verzichtet oder wurde ausgesteuert.

Eigenkapital erhöhte sich um rund CHF 19 Mio.

Die Arbeitslosenversicherungskasse entschädigt anspruchsberechtigte arbeitslose Personen sowie Personen, die von wirtschaftlich bedingter und witterungsbedingter Kurzarbeit betroffen sind. Der Aufwand der Arbeitslosenversicherung betrug im Jahr 2025 CHF 27.9 Mio. und der Ertrag CHF 47.0 Mio., was ein Ertragserfolg von CHF 19.1 Mio. ergab. Die Netto-Versicherungsbeiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden in die Arbeitslosenversicherung betrugen CHF 31.5 Mio. Das Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2025 von CHF 163.2 Mio. auf CHF 182.3 Mio.

Auszahlungen erhöhten sich um 18.6%

Im Jahr 2025 wurden 69’360 Taggelder an 816 arbeitslose Personen ausbezahlt. Somit lag die durchschnittliche Bezugsdauer im Berichtsjahr pro Bezüger und Bezügerin bei 85 Tagen. Das durchschnittliche Taggeld betrug CHF 182 pro Tag. Die Taggeldbeziehenden erhielten im Durchschnitt Taggelder in der Höhe von CHF 15’442 pro Person. Die Arbeitslosenentschädigungen betrugen insgesamt CHF 12.6 Mio. Im Vorjahr hatte sich der Betrag auf CHF 10.6 Mio. belaufen.

Rund CHF 1 Mio. für Kurzarbeit ausbezahlt

Im Jahr 2025 erfolgten Auszahlungen von rund CHF 1.1 Mio. für wirtschaftlich bedingte Kurzarbeit. Im Vorjahr waren es CHF 43’000 gewesen. Für die witterungsbedingte Kurzarbeit überwies die Arbeitslosenversicherungskasse ein Gesamtbetrag von CHF 121’000. Im Vorjahr hatte sich der Betrag auf rund CHF 171'000 belaufen.

Erwerbslosenquote 2024 bei 3.3%

Die Erwerbslosenquote lag per 31. Dezember 2024 bei 3.3% und damit mehr als die Hälfte höher wie die Arbeitslosenquote zum selben Zeitpunkt. Männer haben in Liechtenstein mit 4.2% eine höhere Erwerbslosenquote als Frauen mit 2.4%. Ausländische Staatsangehörige sind mit einer Erwerbslosenquote von 3.8% häufiger von Erwerbslosigkeit betroffen als liechtensteinische Staatsangehörige mit 3.0%. Nach Altersklasse betrachtet weisen die 25- bis 49-Jährigen mit 4.5% die höchste Erwerbslosenquote auf. Die Erwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen liegt bei 2.2% und diejenige der 50- bis 64-Jährigen bei 1.9%.

Neben der Arbeitslosenquote stellt die Erwerbslosenquote eine weitere wichtige ökonomische Kennzahl dar. Für die Berechnung der Arbeitslosenquote werden nur diejenigen Personen gezählt, welche beim Arbeitsmarktservice (AMS) als Arbeitslose registriert sind. Sie wird monatlich veröffentlicht, ermöglicht eine genaue sowie zeitnahe Beobachtung des Arbeitsmarktes und ist somit besonders nützlich für kurzfristige konjunkturelle Analysen.

Im Gegensatz dazu erfasst die Erwerbslosenquote die gesamte ständige Wohnbevölkerung, unabhängig davon, ob die erwerbslose Person beim AMS gemeldet ist. Die Erwerbslosenquote orientiert sich an den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und eignet sich daher besser für internationale Vergleiche, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Registrierung als arbeitslose Person von Land zu Land variieren können und somit die Arbeitslosenquote beeinflussen. Die Erwerbslosenquote wird jährlich per 31. Dezember anhand der Daten der Bevölkerungsstatistik berechnet.

Tiefere Arbeitslosenquote als in einer Mehrzahl der Kantone

Die Arbeitslosenquote in Liechtenstein war im Dezember 2025 mit 2.0% tiefer als in der Schweiz mit 3.1%. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO wies der Kanton Appenzell Innerrhoden mit 0.9% die tiefste und der Kanton Jura mit 5.3% die höchste Arbeitslosenquote auf. Im Kanton St. Gallen betrug die Arbeitslosenquote 2.3% und in Graubünden 1.6%.

Die Berechnungsweise der liechtensteinischen und schweizerischen Arbeitslosenquote ist grundsätzlich vergleichbar. Jedoch gibt es Unterschiede im Arbeitslosenrecht, welche sich auf die Anzahl der Arbeitslosen auswirken, die sich bei den Arbeitsvermittlungsämtern melden. Zudem gibt es Unterschiede in der Betreuung durch die Arbeitsvermittlungsämter, die sich ebenfalls auf die Anzahl gemeldeter Arbeitslosen auswirken können. Diese Einschränkungen der Vergleichbarkeit der Arbeitslosenquote sind bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht es, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

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