Beschäftigung 2025
Anzahl der Beschäftigten leicht gesunken
28.09.2026 - Am 31. Dezember 2025 waren in Liechtenstein 43’275 Beschäftigte registriert. Davon waren 57.2% Zupendelnde und 42.8% Einwohnerinnen und Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Beschäftigten um 0.4% ab, jene der Zupendelnden um 0.7%. Die Beschäftigten leisteten insgesamt 36’079 Vollzeitäquivalente.
Leichter Rückgang der Beschäftigten in Liechtenstein um 0.4%
Im Berichtsjahr 2025 war ein Rückgang der Beschäftigten in Liechtenstein von 43’441 Personen im Vorjahr auf 43’275 Personen per 31. Dezember 2025 zu verzeichnen. Folglich sind 0.4% beziehungsweise 166 Beschäftigte weniger registriert. Neben dem Rückgang im Jahr 2020, der auf Einschränkungen in Verbindung mit der Covid-19 Pandemie zurückzuführen war, ist dies der erste Rückgang seit 2009.
Per 31. Dezember 2025 waren in Liechtenstein insgesamt 24’761 Zupendelnde beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 57.2% der Beschäftigten. Gegenüber dem Vorjahr wird ein Rückgang um 182 Personen beziehungsweise 0.7% verzeichnet. Die Zupendelnden kamen zu rund 61.9% aus der Schweiz, zu 34.0% aus Österreich, zu 2.6% aus Deutschland und zu 1.6% aus anderen Ländern.
Die Summe der Vollzeitäquivalente (VZÄ) von 36’079 im Jahr 2025 lag 1.0% unter dem Vorjahreswert von 36’433 VZÄ. 58.2% der Personalressourcen oder 20’987 VZÄ wurden durch Zupendelnde abgedeckt. Der Anteil der Zupendelnden (in VZÄ) ist im Sektor 2 Industrie mit 67.6% am höchsten. Die Anteile für den Sektor 3 Dienstleistungen mit 53.2% und den Sektor 1 Landwirtschaft mit 12.0% fallen deutlich niedriger aus.
Fast zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor
Verteilt auf die Wirtschaftssektoren waren Ende 2025 fast zwei Drittel der Beschäftigten (66.5%) im Sektor 3 Dienstleistungen tätig und fast ein Drittel (32.8%) im Sektor 2 Industrie. In Sektor 1 Landwirtschaft waren nur wenige Beschäftigte (0.6%) tätig. Beginnend mit dem Berichtsjahr 2025 werden die Wirtschaftszweige gemäss Klassifikation NOGA 2025 anstelle der bisherigen Klassifikation NOGA 2008 kodiert. Dies führt zu minimalen Änderungen hinsichtlich der Zuteilung zu den Wirtschaftssektoren: Gemäss der neu verwendeten Klassifikation NOGA 2025 (bisher: NOGA 2008) waren per 31.Dezember 2025 280 (NOGA 2008: 280) Personen im Sektor 1 Landwirtschaft, 14’215 (NOGA 2008: 14’264) Personen im Sektor 2 Industrie und 28’780 (NOGA 2008: 28’731) Personen im Sektor 3 Dienstleistungen beschäftigt.
Im Sektor 1 waren mehrheitlich (55.4%) Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner beschäftigt, 16.1% waren schweizerische Staatsangehörige und 6.8% waren EWR-Staatsangehörige. Die restlichen 21.8% der Beschäftigten hatten eine andere ausländische Staatsbürgerschaft. Im Sektor 2 waren mit 55.3% mehrheitlich Beschäftigte mit einer Staatsbürgerschaft eines EWR-Staates tätig. Die Anteile der Liechtensteiner/innen und Schweizer/innen fielen mit jeweils 19.4% nahezu gleich hoch aus. Die kleinste Gruppe im Sektor 2 bildeten mit 5.9% Beschäftigte aus Drittländern. Im Sektor 3 bestand die grösste Gruppe der Beschäftigten ebenfalls aus EWR-Staatsangehörigen (38.4%), gefolgt von 32.9% Beschäftigten mit einer liechtensteinischen und 24.7% Beschäftigten mit einer schweizerischen Staatsbürgerschaft. Auf Beschäftigte aus Drittländern entfielen die restlichen 3.9%.
Durch die hohe Zahl von Arbeitsplätzen vor Ort und die hohe Zahl von Zupendelnden sind insgesamt 3.7% mehr Beschäftigte in Liechtenstein tätig als Einwohnerinnen und Einwohner im Land leben. Konkret heisst dies, dass auf 41’712 Einwohnerinnen und Einwohner (ständige und nichtständige Bevölkerung) 43’275 Beschäftigte entfallen. Am 31. Dezember 2025 teilten sich die 43’275 (2024: 43’441) beschäftigten Personen 36’079 (2024: 36’433) Vollzeitäquivalente (VZÄ) und insgesamt 46’242 (2024: 46’364) Arbeitsplätze. Anteilsmässig verteilten sich die VZÄ zu rund 62.9% auf den Sektor 3 Dienstleistungen, zu 36.5% auf den Sektor 2 Industrie und zu 0.7% auf den Sektor 1 Landwirtschaft.
Etwas mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Schaan oder in Vaduz
Von den 43’275 Beschäftigten arbeiteten am 31. Dezember 2025 insgesamt 26.4% in Vaduz und 25.3% in Schaan. Somit entfällt gut die Hälfte aller Beschäftigten in Liechtenstein auf diese beiden Gemeinden. Mit 11.6% liegt Eschen in Bezug auf den Arbeitsort an dritter Stelle. Der Anteil der Beschäftigten in den übrigen liechtensteinischen Gemeinden beträgt jeweils weniger als 10%.
In den Gemeinden Triesenberg (-8.3%), Eschen (-3.3%), Planken (-2.8%), Triesen (-2.2%), Ruggell (-1.0%), Mauren (-0.7%) und Balzers (-0.4%) waren per 31. Dezember 2025 weniger Beschäftigte registriert als im Vorjahr. Die grösste prozentuale Zunahme gegenüber 2024 weist mit 2.4% und 173 Beschäftigte die Gemeinde Schellenberg auf. An zweiter Stelle folgt Schaan mit einem Zuwachs von 1.5% auf 10’950 Beschäftigte. In Vaduz (+0.3%) und Gamprin (+0.2%) stieg die Beschäftigtenzahl ebenfalls leicht an. Zu beachten ist jedoch, dass in den Gemeinden Schellenberg und Planken aufgrund der geringen Anzahl Beschäftigten von weniger als 200 naturgemäss grössere prozentuale Schwankungen möglich sind.
Im fünfjährigen Zeitfenster verzeichnet die Gemeinde Gamprin mit einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate von 6.5% die stärkste Zunahme, gefolgt von den Gemeinden Schaan (2.6%) und Ruggell (1.9%). Die Gemeinden Mauren (-1.2%), Triesen (-0.9%) und Triesenberg (-0.7%) weisen einen leichten Rückgang der Beschäftigten über die letzten fünf Jahre auf.
Vier von zehn Beschäftigten sind Frauen
2025 betrug der Frauenanteil bei den Beschäftigten 40.6%. Seit 2013 ist dieser Anteil relativ stabil und bewegt sich zwischen 40.1% und 40.6%. Wird allerdings das Wohnsitzland miteinbezogen, ändert sich das Bild: Bei den Beschäftigten mit liechtensteinischem Wohnsitz stieg der Anteil der Frauen seit 2013 leicht an von damals 44.6% auf 46.7% Ende 2025. Bei den Beschäftigten mit ausländischem Wohnsitz hat sich über die Jahre wenig geändert: Seit 2013 schwankt der Anteil der Frauen zwischen 35.6% und 36.2% und lag im Jahr 2025 bei 36.0%.
Anteil der Frauen bei Teilzeitpensen weiterhin rückläufig
Der Frauenanteil am Total der Beschäftigten zeigt sich seit 2013 mit einem Minimum von 40.1% und einem Maximum von 40.6% relativ stabil. Werden die Voll- und Teilzeitarbeitsverhältnisse gesondert betrachtet, so ist für den Anteil der Frauen bei den Teilzeitpensen ein rückläufiger Trend zu beobachten – sowohl bei den Pensen von 50% bis 89% als auch bei den Pensen unter 50%. Dies bedeutet umgekehrt, dass Männer vermehrt in Teilzeitarbeitsverhältnissen tätig sind.
Seit 2013 hat sich bei Teilzeitarbeitsverhältnissen unter 50 Stellenprozenten der Frauenanteil um 12.5 Prozentpunkte auf 59.8% im Berichtsjahr reduziert. Bei Teilzeitarbeitenden mit 50 bis 89 Stellenprozenten reduzierte sich der Frauenanteil im gleichen Zeitraum um 6.2 Prozentpunkte auf 69.7% im Jahr 2025. Bei den Vollzeitarbeitsverhältnissen, d.h. 90 Stellenprozent und mehr, blieb das Geschlechterverhältnis mit einem Frauenanteil zwischen 27.9% und 28.4% seit 2013 stabil.
Hoher Anteil an Beschäftigten im Industriesektor für Liechtenstein
Die Anteile der Wirtschaftssektoren an der gesamten Beschäftigung fallen in den fünf Vergleichsstaaten Liechtenstein, Schweiz, Österreich, Deutschland und Luxemburg sehr unterschiedlich aus. Der Anteil der Beschäftigten im Sektor 1 Landwirtschaft ist in Liechtenstein mit 0.6% und in Luxemburg mit 0.8% am kleinsten. Die grössten Anteile der Beschäftigten im Sektor 1 werden mit 2.8% in Österreich und mit 2.6% in der Schweiz verzeichnet. Der Anteil der Beschäftigten im Industriesektor ist in Liechtenstein mit 32.8% am höchsten. Es folgen Österreich mit 24.1%, Deutschland mit 22.8%, die Schweiz mit 19.9% sowie Luxemburg mit 16.5%. Im Sektor 3 Dienstleistungen verfügt Luxemburg mit 82.7% über den grössten Anteil, gefolgt von der Schweiz mit 77.5%, Deutschland mit 75.9%, Österreich mit 73.1% und Liechtenstein mit 66.5% der Beschäftigten.
Am 31. Dezember 2025 zählte die ständige Bevölkerung in Liechtenstein 41’228 Personen. Gleichzeitig arbeiteten in Liechtenstein 43’275 Personen, woraus ein Verhältnis von Beschäftigten zur ständigen Bevölkerung von 105% resultiert. Im europäischen Vergleich verzeichnet Luxemburg das zweithöchste Verhältnis (76%), gefolgt von der Schweiz (62%), Deutschland (55%) und Österreich (49%). In Liechtenstein und Luxemburg waren die Anteile der Zupendelnden mit 57.2% und 45.4% sehr hoch. In der Schweiz betrug der Anteil lediglich 7.2%. Es gilt zu berücksichtigen, dass ein Ländervergleich aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden nur begrenzte Aussagekraft hat.
eTab – interaktive Tabellen
281.001 Beschäftigte nach Voll-/ Teilzeit, Wirtschaftszweig, Arbeitsgemeinde und Geschlecht seit 1980 281.002 Beschäftigte nach Voll-/ Teilzeit, Wirtschaftszweig, Wohnsitz und Geschlecht seit 2008 281.003 Beschäftigte nach Voll-/ Teilzeit, Wohnsitz, Arbeitsgemeinde und Geschlecht seit 2000 281.004 Beschäftigte nach Voll-/ Teilzeit, Wohnsitz, Altersklasse und Geschlecht seit 2008 281.005 Beschäftigte nach Voll-/ Teilzeit, Wohnland, Staatsbürgerschaft und Geschlecht seit 2008Tabellen
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