30.07.2026

155 Neu- und Ersatzanlagen für fossile Brennstoffe

Der heutige Zahl-Tag liefert aktualisierte Daten bzgl. der Frage, wie viele fossile Feuerungen neu eingebaut bzw. wie viele wiederum durch eine fossile Feuerung ersetzt werden, also als so genannte Ersatzanlagen installiert werden. Die Ergebnisse der Auswertung des Feuerungskatasters des Amtes für Umwelt zeigen einen Trend hin zu umweltfreundlicheren Heizsystemen. Obwohl die Anzahl der installierten, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Neu- und Ersatzanlagen im aktuellen Jahr leicht gestiegen ist, weist die Entwicklung der letzten drei Jahre insgesamt einen rückläufigen Trend auf. Im Kataster werden Feuerungen erfasst, die zu Heizzwecken fossile Energieträger wie Erdgas oder Heizöl verbrennen. Die Erfassung bzw. Aktualisierung des Katasters erfolgt im Rahmen der jährlich durchgeführten Feuerungskontrollen. Ersetzungen von fossilen Heizungsanlagen mit neuen Technologien, wie beispielsweise Wärmepumpe oder Fernwärme, können aufgrund der im Feuerungskataster erfassten Daten nicht ausgewiesen werden. 

151 Ersatzanlagen für fossile Brennstoffe

Im Jahr 2025 wurden bei den rund 7'188 Feuerungskontrollen 155 Neu- und Ersatzanlagen festgestellt. Die Anlagen gliederten sich in vier Neuanlagen und 151 Ersatzanlagen. Die entsprechende Gesamtnennleistung belief sich auf 547 kW für die Neuanlagen beziehungsweise 6'262 kW für die Ersatzanlagen. Als Ersatzanlagen gelten Anlagen, die eine bestehende mit fossilen Brennstoffen betriebene Anlage ersetzen und im Rahmen der Feuerungskontrollen eine Abnahme erhalten. Dies umfasst Anlagen, bei denen die Feuerung oder der Kessel ersetzt wurde oder ein Wechsel des Brennstoffs stattfand.

Im Vorjahr waren es 6 neue Anlagen und 129 Ersatzanlagen gewesen. Das Jahr, in dem eine Anlage registriert wird, entspricht dem Kontrolljahr und kann deshalb vom Installations- bzw. Baujahr abweichen. In den Kontrolljahren sind Untererfassungen aufgrund nicht durchgeführter Kontrollen möglich. Diese Anlagen werden allerdings im nächsten Jahr kontrolliert und erfasst.

In den Jahren 2023 bis 2025 wurden deutlich weniger Neu- und Ersatzanlagen festgestellt als zuvor. Dies ist insbesondere auf eine Abnahme bei den Ersatzanlagen zurückzuführen. In den letzten fünf Jahren (2020–2024) wurden durchschnittlich 21 Neuanlagen sowie 181 Ersatzanlagen verzeichnet. Die durchschnittliche jährliche Gesamtnennleistung betrug dabei 587 kW bei den Neuanlagen und 6'762 kW bei den Ersatzanlagen. Die Jahre 2023 und 2024 weisen mit 134 beziehungsweise 135 Neu- und Ersatzanlagen nahezu identische Werte auf. Die registrierte Gesamtnennleistung lag im Jahr 2023 bei 5'105 kW und im Jahr 2024 bei 4'718 kW. Im Jahr 2025 blieben sowohl die Anzahl der Neu- und Ersatzanlagen als auch die jeweilige Gesamtnennleistung unter den Durchschnittswerten der Jahre 2020 bis 2024. Der Rückgang ab 2020 ist darauf zurückzuführen, dass zunehmend umweltfreundlichere Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Fernwärme eingesetzt werden. Neue Anlagen mit fossilen Brennstoffen nehmen seit dem Jahr 2022 sukzessive ab.

Mehrheitlich Energieträger 1:1 ersetzt

Eine genauere Betrachtung der installierten Anlagen zeigt, dass der Grossteil der Ersatzanlagen bzgl. Energieträger 1:1 ersetzt wird. So wurden im Jahr 2025 von den 151 Ersatzanlagen 92 bestehende Erdgasfeuerungen durch neue Erdgasfeuerungen ausgetauscht. Zusätzlich wurden 41 bestehende Heizölfeuerungen wiederum durch eine neue Heizölfeuerung ersetzt. Bei 12 Ersatzanlagen wurde der Energieträger von Heizöl zu Erdgas gewechselt. Im Rahmen von Ersatzinstallationen wurde bei zwei Anlagen der Energieträger von Erdgas auf Heizöl und bei vier Anlagen von Erdgas auf Flüssiggas umgestellt. Wie bereits oben erwähnt, können Ersetzungen von fossilen Heizungsanlagen durch neue Technologien, wie beispielsweise Wärmepumpe oder Fernwärme, aufgrund der im Feuerungskataster erfassten Daten nicht ausgewiesen werden.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 4 neue Erdgasfeuerungen errichtet. Auffällig ist, dass keine neue Heizölfeuerung installiert wurde. In den letzten fünf Jahren (2020-2024) wurden durchschnittlich 20 neue Erdgasanlagen und eine neue Heizölanlage verzeichnet.

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