Asylwesen 2025
364 Asyl- und Schutzgesuche im Jahr 2025
01.10.2026 – Die Zahl der in Liechtenstein registrierten Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Schutzbedürftigen sowie vorläufig Aufgenommenen erhöhte sich im Jahr 2025 um 154 Personen von 785 auf 939 Personen. Im Laufe des Jahres wurden 84 Asylgesuche und 280 Schutzgesuche gestellt. Gleichzeitig verliessen 79 Asylbewerberinnen und Asylbewerber sowie 131 Schutzbedürftige Liechtenstein.
280 Schutz- und 84 Asylgesuche im Jahr 2025
Die Asyl- und Schutzgesuche des Jahres 2025 waren weiterhin überwiegend durch Schutzgesuche von Personen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft geprägt. Seit Inkrafttreten der Verordnung zur Anordnung der vorübergehenden Schutzgewährung im März 2022 wurden insgesamt 1’405 Schutzgesuche registriert. Nachdem 2022 noch 504 Schutzgesuche gestellt wurden, hat sich die Zahl bis 2025 fast halbiert: Im Jahr 2025 waren es 280 Schutzgesuche, 38 Gesuche weniger als im Vorjahr. Dazu kamen 84 Asylgesuche, wodurch sich die Gesamtzahl der Asyl- und Schutzgesuche 2025 auf 364 belief. Im Vorjahr wurden 318 Schutz- und 89 Asylgesuche verzeichnet.
46 Anträge auf Asyl erstinstanzlich abgelehnt
Im Jahr 2025 wurden in 46 Fällen die Asylgesuche erstinstanzlich abgelehnt. Davon betroffen waren 13 Frauen und 33 Männer. Letztinstanzlich wurden insgesamt 41 Asylgesuche abgelehnt, wobei 14 Frauen und 27 Männer betroffen waren. Der Status «Vorläufig aufgenommen» wurde 2025 einer Person zugesprochen. Es handelt sich dabei um eine Person mit somalischer Staatsbürgerschaft. 2025 wurde keine Person als Flüchtling anerkannt.
Ukraine prägt die Schutzgesuche, Nordafrika die Asylgesuche
Der Anteil Frauen bei den Schutzgesuchen lag 2025 bei rund 49.6%. 25.0% der Personen, die ein Schutzgesuch stellten, waren unter 18 Jahre alt, 8.9% über 65 Jahre. Der Grossteil der Schutzgesuche stammte von Personen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft. Insgesamt stellten 278 Ukrainerinnen und Ukrainer ein Schutzgesuch und machten damit 99.3% der Schutzbedürftigen im Jahr 2025 aus.
Von den 84 im Jahr 2025 registrierten Asylgesuchen wurden 66 von Männern (78.6%) und 18 Frauen (21.4%) gestellt. Die grösste Gruppe bildete dabei Personen mit algerischer Staatsbürgerschaft. Sie machten 2025 rund 22.6% (19 Personen) aus. An zweiter Stelle folgten mit 9.5% (8) Personen aus Tunesien und an dritter Stelle Personen aus Afghanistan 8.3% (7).
Die Altersstruktur der Asylsuchenden unterscheidet sich von derjenige der Schutzbedürftigen. Mit 47.6% waren nahezu die Hälfte der Personen, die 2025 einen Asylantrag einreichten, zwischen 18 und 34 Jahre alt. Weitere 35.7% waren zwischen 35 und 64 Jahre alt. In 15.5% der Fälle bezog sich der Asylantrag auf Kinder und Jugendliche im Alter von 17 Jahren oder jünger. In der Kategorie der über 65-jährigen Personen wurde im Jahr 2025 nur ein Gesuch registriert.
939 mit Asyl- oder Schutzstatus
Zum Jahresende belief sich der Gesamtbestand der asylbewerbenden und vorläufig aufgenommenen Personen auf 70. Davon waren 23 Frauen (32.9%) und 47 Männer (67.1%). Die Zahl der Schutzbedürftigen belief sich per 31.12. auf 869. Insgesamt waren somit 939 Personen registriert.
Langfristig zeigt sich beim Bestand der Asylbewerbern und vorläufig Aufgenommenen ein wechselhafter Verlauf mit einem Höchststand im Jahr 2015, während die Zahl der Schutzbedürftigen seit ihrer erstmaligen Erfassung im Jahr 2022 deutlich zugenommen hat.
eTab – interaktive Tabellen
233.101 Asylereignisse nach Ereignis, Staatsbürgerschaft, Geschlecht und Altersklasse seit 2011 233.201 Asylgesuche nach Staatsbürgerschaft, Geschlecht und Monat seit 2011 233.301 Bestand der Asylbewerber und vorläufig Aufgenommenen nach Staatsbürgerschaft, Geschlecht und Wohngemeinde seit 2014 233.302 Bestand der Asylbewerber, vorläufig Aufgenommenen und Schutzbedürftigen nach Staatsbürgerschaft, Geschlecht und Bewilligungstyp seit 2000Tabellen
Methodik & Qualität
Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.
Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.
Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.