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Berufe, sozioprofessionelle Kategorien

Der erlernte und der gegenwärtige Beruf sowie die gegenwärtige Ausbildung werden in der Volkszählung bei der Bevölkerung erfragt. Die sozioprofessionelle Kategorie wird nicht erfragt, sondern durch die Kombination beruflicher Tätigkeit und weiterer Merkmale ermittelt. Die Ergebnisse liegen zwischen 20 und 23 Monaten nach dem Stichtag (31.12.) vor. Die Volkszählung findet alle fünf Jahre statt. 

Berufe, sozioprofessionelle Kategorien 2015

Berufsmobilität je nach Berufsgattung unterschiedlich

06.10.2017 – Per Stichtag 31. Dezember 2015 übten 8'812 Personen oder 45.2% der erwerbstätigen Bevölkerung den erlernten Beruf aus und 6'223 Personen (31.9%) arbeiteten in einem anderen Beruf als dem erlernten. 4'461 Personen (22.9%) machten keine Angaben zum erlernten oder gegenwärtigen Beruf oder die Angaben waren nicht klassierbar.

Die höchste Berufstreue war bei der Kategorie „Manager, Administration, Bankberufe, Juristen“ feststellbar, denn 72.8% blieben in ihrem Beruf. Bei den Handels- und Verkehrsberufen sowie den Erwerbstätigen, die Berufe in Industrie und Gewerbe (ohne Bau) erlernten, war die Berufstreue mit rund 40% am geringsten. Im Baugewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft arbeiten noch gut die Hälfte im erlernten Beruf. Unter anderem die in den technischen Berufen, im Gastgewerbe, im Gesundheitswesen, in den Lehrberufen sowie die wissenschaftlich Tätigen blieben zwischen 55% und 60% ihrem erlernten Beruf treu.

Geschlechterunterschiede bei sozioprofessionellen Kategorien

Die zuteilbaren Erwerbstätigen werden neun sozioprofessionelle Kategorien zugeordnet. Den beiden Kategorien „qualifizierter nichtmanueller Beruf“ (22.9%) und „intermediärer Beruf“ (21.0%) gehörten jeweils gut ein Fünftel der Erwerbstätigen an. Mit intermediärem Beruf wird das mittlere und untere Kader bezeichnet. 11.9% der Erwerbstätigen wurden der Kategorie „akademischer Beruf und oberes Kader“ zugeordnet. 8.8% der Erwerbstätigen waren ungelernte Angestellte und Arbeiter und 5.3% waren Lehrlinge. Die restlichen 30.1% verteilten sich auf das oberste Management, freie und gleichgestellte Berufe sowie andere Selbstständige.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern waren beträchtlich. 21.6% der erwerbstätigen Männer gehörten den drei Kategorien „oberstes Management“, „freie und gleichgestellte Berufe“ sowie „andere Selbstständige“ an. Bei den Frauen lag der Anteil an diesen drei Kategorien mit 10.9% wesentlich tiefer. 36.0% der erwerbstätigen Männer und 29.2% der erwerbstätigen Frauen waren den beiden Kategorien „akademische Berufe und oberes Kader“ sowie „intermediäre Berufe“ zugeteilt. Als vorwiegend von Frauen bzw. Männern besetzt, fielen „qualifizierte nichtmanuelle Berufe“ bzw. „qualifizierte manuelle Berufe“ auf.

Von den nichterwerbstätigen Frauen ab 15 Jahren waren 25.0% Hausfrauen. Bei den Männern lag der Anteil der Hausmänner erwartungsgemäss mit 2.2% deutlich tiefer. 72.8% der nichterwerbstätigen Männer ab 15 Jahren und 57.9% der Frauen im gleichen Alter waren im Ruhestand. Der Anteil der Nichterwerbspersonen in Aus- und Weiterbildung war bei den Männern mit 18.6% höher als bei den Frauen mit 13.6%.

AMT FÜR STATISTIK

Diese Informationen zum Thema sozioprofessionellel Kategorien wurden ursprünglich in der Volkszählung 2015 publiziert.

Methodik & Qualität

Zweck dieses Dokuments ist es, den Nutzerinnen und Nutzern Hintergrundinformationen über die Methodik und die Qualität der statistischen Informationen zu bieten. Dies ermöglicht, die Aussagekraft der Ergebnisse besser einzuschätzen.

Der Abschnitt über die Methodik orientiert zunächst über Zweck und Gegenstand der Statistik und beschreibt dann die Datenquellen sowie die Datenaufarbeitung. Es folgen Angaben zur Publikation der Ergebnisse sowie wichtige Hinweise.

Der Abschnitt über die Qualität basiert auf den Vorgaben des Europäischen Statistischen Systems über die Qualitätsberichterstattung und beschreibt Relevanz, Genauigkeit, Aktualität, Pünktlichkeit, Kohärenz und Vergleichbarkeit der statistischen Informationen.

Siehe Seiten 89-103

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